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Kamenz

Kamenz: Banker pflanzen Bäume

Einen Tag lang waren acht Mitarbeiter der Deutschen Bank im Wald bei Brauna im Einsatz. Denn dort muss dringend etwas passieren.

Mitarbeiter aus ostsächsischen Filialen der Deutschen Bank waren jetzt bei einer Baumpflanzaktion in der Nähe von Kamenz im Einsatz.
Mitarbeiter aus ostsächsischen Filialen der Deutschen Bank waren jetzt bei einer Baumpflanzaktion in der Nähe von Kamenz im Einsatz. © Matthias Schumann

Kamenz. Bankkaufleute rücken eigentlich nicht mit Spaten zum Dienst an. Doch jetzt ging es einen Tag lang für acht Mitarbeiter aus mehreren ostsächsischen Filialen der Deutschen Bank in den Wald im Kamenzer Ortsteil Brauna. Zusammen mit Mitgliedern des Vereins Trinkwasserwald und der Forstbetriebsgemeinschaft Brauna pflanzten sie  junge Weißtannen, Roteichen, Esskastanien und Douglasien.

Mit dem Verein arbeitet die Deutsche Bank schon über Jahre zusammen. Gemeinsam wollen sie bundesweit 300.000 junge Bäumchen in die Erde bringen, deutlich mehr als ursprünglich geplant. Ziel war es, in diesem Jahr anlässlich des 150-jährigen Bankjubiläums 150.000 Bäume zu pflanzen. Die Zahl wurde aber schon vor Monaten erreicht und inzwischen verdoppelt.

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In Brauna wird eine Fläche von etwa einem Hektar Größe bepflanzt. Der Einsatz der Bank-Mitarbeiter war dafür der Startschuss.  Wegen der Corona-Krise in etwas kleinerem Rahmen. Normalerweise würden zum Beispiel auch  Schulklassen einbezogen. Die Bank wolle damit etwas Dauerhaftes für die Umwelt tun und gesellschaftliches Engagement zeigen. Filialdirektor Thomas Gruhl erklärt: „Wir freuen uns, dass wir auch während der Corona-Pandemie einen positiven Beitrag zur Entstehung natürlicher, artenreicher Wälder leisten können.“

Großer Schaden durch Borkenkäfer

Bei den Pflanzaktionen kooperiere das Geldhaus mit dem Verein Trinkwasserwald, lokalen Forstämtern oder wie  in dem Fall mit dem Waldbesitzerverband. Man wähle gemeinsam Flächen aus, auf denen dringend gehandelt werden müsse, erklärt Banksprecherin Christiane Lorch. Und sie sollen möglichst gut für die Mitarbeiter erreichbar sein. 

So ist die Wahl in der Kamenzer Region auf Brauna gefallen. Der Wald auf diesem Areal wurde vom Borkenkäfer zerstört und werde nun mit geeigneten Bäumen aufgeforstet, erklärt der Verein Trinkwasserwald . Die Roteiche etwa gelte als sehr hitzetolerant und bereite den künftigen Laubmischwald auf mögliche anhaltend trockene Sommer vor.

André Ransch ist Chef der Forstbetriebsgemeinschaft Brauna, zu der die Pflanz-Fläche gehört. Zwischen 70 und 100 Hektar Wald habe der Borkenkäfer kahl gefressen, berichtet er. Da sei  jedes Angebot zur Aufforstung willkommen. Ransch hofft, dass es vielleicht noch mit einer weiteren Aktion klappt.

Das sieht Alexander Pillath, der Geschäftsführende Vorstand des Trinkwasserwald-Vereins, ähnlich. Er sei sehr froh, dass die Deutsche Bank das ökologische Engagement seines Vereins nun schon seit vielen Jahren unterstützt. Denn gemeinsame Aktionen gebe es schon seit 2010. Seitdem seien rund 170.000 Bäumchen von Bankmitarbeitern und ihren Familien gepflanzt worden. 

Laubbäume statt Nadelwald-Monokulturen

Allein der aufgeforstete Wald in Brauna reichere künftig nicht nur die Grundwasservorräte um jährlich 1,6 Millionen Liter an, sondern verbessere auch die Artenvielfalt und Bodenqualität erheblich, schätzt der Verein Trinkwasserwald ein. Er fördere deutschlandweit unter anderem den standortgerechten, nachhaltigen Waldumbau. Damit wolle man auf den Klimawandel reagieren und Trinkwasser als Lebensquelle sichern. Bundesweit werden hierfür ausgewählte Nadelwald-Monokulturen mit Laubbäumen ergänzt. 

So sollen wieder natürliche Wälder entstehen, wie jüngst auch bei einer anderen Aktion in Biehla. Davon würden letztlich alle profitieren. Es diene unter anderem dem Schutz und der Vermehrung einer der wichtigsten Ressourcen, nämlich qualitativ gutem Trinkwasser. 8.000 junge Bäumchen tragen jetzt bei Brauna mit dazu bei.

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