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Iraker wegen Brandstiftung vor Gericht

Ein junger Mann soll ein Feuer im Kamenzer Asylheim gelegt haben. Gegen das Urteil in erster Instanz legte er Berufung ein.

Der Iraker muss sich erneut vor dem Landgericht in Bautzen verantworten.
Der Iraker muss sich erneut vor dem Landgericht in Bautzen verantworten. © LausitzNews/Jens Kaczmarek

Kamenz/Bautzen. Vor dem Landgericht in Bautzen wird am kommenden Dienstag ein Fall aufgerollt, der in Kamenz spielte. Es geht um den Brand im Kamenzer Asylbewerberheim Ende Juli vergangenen Jahres.

Den soll der 26-jährige Iraker Alaa A. damals in seinem Zimmer gelegt haben. Wegen des Vorwurfs der schweren Brandstiftung hatte sich A. bereits im März vor dem Amtsgericht in Bautzen zu verantworten.

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Dort viel auch ein Urteil in erster Instanz. Das Schöffengericht sah die Tat als erwiesen an und verurteilte den Mann zu drei Jahren Haft. Eine verminderte Schuldfähigkeit war zwar festgestellt worden, aber auch Verantwortung für die Tat. Der Angeklagte habe das Leben vieler Menschen gefährdet, so der Richter damals.

Der Angeklagte ging in Berufung. Nun wird das Verfahren in zweiter Instanz quasi noch einmal überprüft. Es geht darum zu klären, ob die Entscheidung richtig war, erklärt Reinhard Schade, Richter am Landgericht. Dazu sind zur Verhandlung fünf Zeugen und eine Gutachter geladen.

Der Angeklagte sei bereits sechsmal vorbestraft. Es handele sich um kleinere Diebstahlsdelikte und Missbrauch des Notrufes.

Der Prozess findet am 22. Juni ab 9 Uhr im Saal 222 des Landgerichtes in Bautzen statt. (SZ/ha)

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