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Impf-Ticker sorgt für Verwirrung

Eine Internetseite zeigt freie Termine unter anderem im Impfzentrum in Kamenz an, doch manchmal sind trotzdem keine buchbar. Was es damit auf sich hat.

Ein Live-Ticker im Internet informiert seit kurzem über freie Impftermine unter anderem im Landkreis Bautzen. Bei einigen Bürgern wirft das Fragen auf.
Ein Live-Ticker im Internet informiert seit kurzem über freie Impftermine unter anderem im Landkreis Bautzen. Bei einigen Bürgern wirft das Fragen auf. © Symbolfoto: dpa/Sebastian Gollnow

Kamenz. Inzwischen kennt fast jeder – zumindest ältere Mensch – das sächsische Impfportal, über das man sich um Termine für die Immunisierung gegen das Corona-Virus kümmern kann. Es gibt aber eine weitere Internetseite, die im Zusammenhang mit den Impfungen oft angeklickt wird. Auf dem Portal countee wird die Zahl der freien Termine in den Impfzentren angezeigt - und auf das DRK Sachsen sowie das Impfportal des Freistaates verwiesen.

Allerdings berichten Leser von Sächsische.de, dass trotz der Anzeige von freien Terminen bei diesem Impf-Ticker telefonisch oder online über das Service-Portal in Sachsen manchmal trotzdem kein Impfungen gebucht werden können. "Ist dieses Portal überhaupt vertrauenswürdig?", fragte ein Leser aus Kamenz.

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Schweizer Start-up-Unternehmen hat App entwickelt

Eine Sprecherin des Sozialministeriums erklärt: „Hierbei handelt es sich nicht um ein Impfportal, sondern eine Live-Übersicht.“ Die sei in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Start-up-Unternehmen Countee entstanden. Ziel der App sei es, den Bürgern eine Vororientierung über aktuell verfügbare Impftermine in allen 13 Impfzentren Sachsens auf einen Blick zu ermöglichen.

Insbesondere in Zeiten der Impfstoffknappheit könnten Bürger so besser entscheiden, ob das Einloggen ins Online-Buchungssystem beziehungsweise ein Anruf bei der Hotline überhaupt erfolgversprechend ist. Das klappt aber offenbar nicht immer.

Größere Impfstofflieferungen in Aussicht

Das Ministerium erklärt: Aufgrund von zu geringen Lieferungen von Covid-19-Impfstoff komme es zu Engpässen bei den Impfterminen. Allerdings würde auch vereinzelte Termine sofort von der App angezeigt. Wenn sich zu diesem Zeitpunkt viele hundert Personen im Termin-Buchungs-Verfahren - im Online-System oder über die Hotline - befinden, dann seien die Termine meist direkt wieder vergriffen.

„Wir hoffen jedoch, durch die Übersicht den Prozess für die Bürgerinnen und Bürger transparenter und übersichtlicher zu gestalten", so die Ministeriumssprecherin. Außerdem sollen die Impfstoffe ab sofort reichlicher geliefert und laut DRK 150.000 Impftermine bis zum 18. April organsiert werden. Das würde sich jetzt auch in der Live-Übersicht widerspiegeln.

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