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Oßling: Mehr Sicherheit auf dem Sportplatz

Die Sportgemeinschaft investiert in ihren Fußballplatz im Ortsteil Skaska - und plant nach monatelangem Stillstand wegen Corona jetzt den Neustart.

Kevin Käppler (l.) und Jack Köhler von der SG Oßling/Skaska setzen sich dafür ein, dass am Sportplatz neue Barrieren gebaut werden.
Kevin Käppler (l.) und Jack Köhler von der SG Oßling/Skaska setzen sich dafür ein, dass am Sportplatz neue Barrieren gebaut werden. © Matthias Schumann

Oßling. Der Fußballplatz der Sportgemeinschaft Oßling/Skaska ist coronabedingt verwaist. Trotzdem planen die Mitglieder des Vereins schon jetzt, was in diesem Jahr unbedingt passieren muss, falls wieder Fußballspiele stattfinden können. Sie wollen in die Sicherheit der Sportanlage in Skaska investieren. Denn nur wenn dort bestimmte Bedingungen erfüllt sind, kann in der Kreisliga gekickt werden, unabhängig davon, wie viele Zuschauer zu den Spielen kommen.

"Am Spielfeldrand soll die Barriere auf einer Länge von etwa 150 Metern erneuert werden", erklärt der Vereinsvorsitzende Jack Köhler. Damit soll verhindert werden, dass Zuschauer während eines Spiels auf den Rasen laufen. Nicht etwa, dass man in Skaska mit sogenannten "Flitzern" rechnet, wie sie zuweilen in höheren Ligen zu erleben sind. Vielmehr geht es darum, dass zum Beispiel Kinder, die mit ihren Eltern beim Fußball sind, einfach so drauflos rennen. "Manchmal kochen auch die Emotionen hoch, und dann werden Linienrichter - meist verbal - attackiert. Das wollen wir vermeiden", sagt Kevin Käppler, stellvertretender Vereinschef und gleichzeitig Torwart der ersten Männermannschaft.

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Sportler und Eltern packen mit an

Die Planungen für den Barrierebau sind fertig. In die dafür vorgesehenen Stangen will man gleich noch Anschlüsse für die Bewässerung einbauen, damit nicht immer erst lange Schläuche vom Sportlerheim zum Platz gelegt werden müssen. Insgesamt 3.000 Euro soll das Ganze kosten, finanziert vom Verein und über Spenden oder Sponsorengelder. Die Arbeit selbst übernehmen die Sportler, Eltern von Fußballkindern und Freunde des Vereines. "Das ist alles ehrenamtlich", sagt Jack Köhler. Sobald das Wetter es zulässt, sollen die Arbeiten beginnen.

Schon seit Jahren spielen und trainieren die großen und kleinen Fußballer der SG Oßling/Skaska auf dem Sportplatz im Ortsteil Skaska. Der Platz gehört zwar der Gemeinde, aber der Verein kümmert sich um alles, was zur Betreibung gehört. Das sind unter anderem die Rasenpflege, das Abkreiden des Platzes, die Ordnung und Sauberkeit im Sportgebäude. Auch die Nebenkosten trägt der Verein. "Wir wollen damit die Gemeinde unterstützen", sagt der Vereinsvorsitzende.

Verein trainiert mit Missionshof-Bewohnern

Etwa 150 Mitglieder in mehreren Sportarten hat die Sportgemeinschaft Oßling/Skaska. Fußball-Mannschaften gibt es bei den Männern, der C-, D-, E- und F-Jugend - oft auch in Spielgemeinschaft mit anderen Orten. Regelmäßig wird mit Behinderten des Missionshofes trainiert. "Unser Ziel ist es, vor allem die Kinder weiter zu stärken, sie spielerisch auf den Wettkampfbetrieb vorzubereiten. Große Unterstützung bekommen wir da auch von den Eltern", erklärt Kevin Käppler.

Doch aufgrund der Corona-Pandemie konnte in den vergangenen Wochen und Monaten kein Training stattfinden. Viele haben individuell ein wenig Ausdauer und Athletik trainiert. Kontakt wurde über Whatsapp oder Videos gehalten. Mit den neuen Regeln ab dieser Woche hoffen Trainer wie auch Spieler, dass ein langsamer Trainingsbeginn bald wieder möglich ist. Die Hygienekonzepte stehen. "Aktuell ist geplant, ab der nächsten Woche mit dem Training für die E- und F-Jugend zu beginnen", sagt Jack Köhler.

Gemeinde legt Corona-Hilfspaket für Vereine auf

Auch die Gemeinde unterstützt ihre Vereine in der Corona-Pandemie. "Wir haben in den diesjährigen Haushalt ein Corona-Hilfspaket für Vereine in Höhe von 10.000 Euro aufgenommen", erklärt Oßlings Bürgermeister Johannes Nitzsche (Wählervereinigung). Wie das Geld im Einzelnen verteilt wird, darüber entscheidet der Gemeinderat.

Auf jeden Fall sind die Sportler der SG Oßling/Skaska froh, wenn sie finanzielle Unterstützung erhalten - und das nicht nur für ihr Sicherheitsprojekt am Sportplatz in Skaska.

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