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Elstra: Neue Beschilderung für Wanderwege

Zwölf Gemeinden arbeiten zusammen, um bessere Freizeitangebote in der Westlausitz zu schaffen. So sehen die Pläne aus.

Wolfgang Deißler aus Kamenz ist gern mit dem Rad oder zu Fuß in der Westlausitzer Region unterwegs. Ihm wird die neue Beschilderung der Wege zugutekommen.
Wolfgang Deißler aus Kamenz ist gern mit dem Rad oder zu Fuß in der Westlausitzer Region unterwegs. Ihm wird die neue Beschilderung der Wege zugutekommen. © René Plaul

Elstra. Bewegung an der frischen Luft ist wichtig, und gerade jetzt in der Corona-Zeit tut es gut, auch mal aus den eigenen vier Wänden und dem Büro herauszukommen. Im Moment erlauben die aktuellen Corona-Regeln zwar nur Individualsport im Umkreis von 15 Kilometern um die eigene Wohnung. Doch es kommen auch wieder Zeiten, wo sportliche Betätigung in einem größeren Umkreis möglich ist. Warum also nicht mal wandern mit der Familie oder Freunden?

Genau auf diese Freizeitbeschäftigung zielt ein neues Projekt der Leader-Region Westlausitz, zu der auch die Stadt Elstra gehört, ab. Geplant ist die Erstellung einer neuen Wanderwegekonzeption. "Schon eine ganze Weile beschäftigen sich die Verantwortlichen der Leader-Region und die Bürgermeister der dazugehörigen Städte und Gemeinden mit diesem Thema", weiß der Elstraer Bürgermeister Frank Wachholz (Runder Tisch). Zur Leader-Region gehören die Städte und Gemeinden Wachau, Lichtenberg, Arnsdorf, Großröhrsdorf, Pulsnitz, Großharthau, Ohorn, Steina, Frankenthal, Elstra, Rammenau sowie Bischofswerda. Insgesamt umfasst die Fläche des Gebietes etwa 3.000 Quadratkilometer.

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Sehenswürdigkeiten und Berggipfel verbinden

Wandermöglichkeiten gibt es in diesem Gebiet viele. Es ist landschaftlich reizvoll, zahlreiche Berge prägen die Region. Doch findet der Wanderer immer den richtigen Weg? Wie kann man bestimmte Sehenswürdigkeiten oder Berggipfel sinnvoll miteinander verbinden? Genau diese Fragen stellen sich auch die Macher der geplanten Wanderwegekonzeption. "Es geht dabei zum einen darum, verschiedene Touren anzubieten und diese dann auch entsprechend auszuschildern", erklärt der Elstraer Bürgermeister. Am Ende würden dann alle Gemeinden von dem Ergebnis der jetzigen Arbeit partizipieren.

"Neben der Erfassung der Verläufe der Wanderwege sowie der begleitenden Infrastruktur sollen in einem zweiten Schritt die Wege des Kernnetzes einheitlich ausgeschildert werden. Ergänzend zur Beschilderung ist außerdem geplant, einheitlich gestaltete Wandertafeln in der gesamten Region aufzustellen", heißt es von Seiten des Büros der Leader-Region. Dazu müssten zum Beispiel allein in und um Elstra über 100 neue Wegweiser angebracht werden.

Für die gesamte Region Westlausitz werde die Neubeschilderung schätzungsweise einen sechsstelligen Betrag kosten. "Die Stadt Elstra muss etwa 15.000 Euro für die Beschaffung einplanen", so Frank Wachholz. Im Gegenzug werden etwa 11.000 Euro Leader-Fördermittel als Einnahme erwartet.

Die Schilder sollen an Parkplätzen, auf dem Markt oder am Skiheim aufgestellt werden. Die Ausschreibung zur Bestellung der Schilder und Tafeln übernehmen die Kommunen selbst, aber es gibt klare, durch das Regionalmanagement erarbeitete Vorgaben, wie diese auszusehen haben. "Schließlich soll sich ein einheitliches Bild ergeben", sagt der Bürgermeister.

Neue Tour führt zu alten Schanzen

Für das Gebiet rund um Elstra soll ein neuer Wanderweg ausgeschildert werden - der Schanzenweg. Er beginnt an der Viehweide, geht über die Boderitzer Schanze zur Prietitzer Schanze, weiter über Elstra zum Kindischer Steinbruch, zur Quelle der Schwarzen Elster, dann über den Leipsberg bis hin zur Ostroer Schanze. Der Weg wird gelb markiert sein.

Mit dem Aufstellen der Schilder soll im Herbst dieses Jahres begonnen werden. Etwas schwierig gestaltet es sich nach Aussage des Elstraer Bürgermeisters, wenn es sich beim Standort nicht um kommunale Grundstücke handelt. "Es müssen Gestattungsverträge mit den privaten Eigentümern geschlossen werden", so Frank Wachholz. Aber es gebe schon positive Signale, zum Beispiel vom Forstbetrieb Thurn und Taxis. Außerdem arbeite man bei der Beschilderung eng mit dem Wegewart des Landkreises Bautzen zusammen.

Bis die neuen Touren konzipiert und auch entsprechend beschildert sind, wird es also noch ein knappes Jahr dauern. Aber dann können Wanderfreunde neue Wege in der Westlausitz erkunden und so ihre Heimat besser kennenlernen.

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