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Wie weiter mit dem Tourismus in Elstra?

Die Stadt lässt für viel Geld ein Tourismuskonzept erstellen. Vom Nutzen sind nicht alle überzeugt. Doch es gibt ein schlagkräftiges Argument dafür.

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Die Beschilderung der Rad- und Wanderwege am Schwarzenberg in Elstra wurde bereits verbessert. Wolfgang Deißler aus Kamenz ist dort manches Mal mit dem Rad unterwegs.
Die Beschilderung der Rad- und Wanderwege am Schwarzenberg in Elstra wurde bereits verbessert. Wolfgang Deißler aus Kamenz ist dort manches Mal mit dem Rad unterwegs. © Archivfoto: René Plaul

Elstra. Wandern oder Radfahren am Schwarzenberg, Mountainbiken, Skifahren – in der Region um Elstra gibt es viele Möglichkeiten für eine aktive Freizeitgestaltung. Doch kann man diese weiter ausbauen oder miteinander verknüpfen? Wie viel Tourismus verträgt Elstra überhaupt? Mit all diesen Fragen wird sich in der nächsten Zeit ein Bautzener Planungsbüro beschäftigen.

Der Stadtrat beschloss jetzt die Erstellung eines Tourismuskonzeptes und die entsprechende Auftragsvergabe. Das Papier soll dann Entwicklungsmöglichkeiten für die nächsten zehn bis 15 Jahre auf dem Gebiet der Naherholung und des Tourismus aufzeigen. Reichlich 25.000 Euro kostet dieses Konzept. Die Stadt Elstra muss davon etwa 5.000 Euro aus dem eigenen Haushalt bezahlt. Der Rest kommt aus Fördermitteln.

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Für Stadtrat Andreas Petzold (Runder Tisch) ist fraglich, ob für so ein Konzept wirklich Geld ausgegeben werden muss. „Viele touristische Angebote existieren bereits“, argumentiert er. Bürgermeister Frank Wachholz (Runder Tisch) blickt allerdings in die Zukunft und weiß, dass es für neue Projekte keine Fördermittel gibt, wenn ein solches Konzept nicht vorliegt.

Parkplatzsituation und Gastronomie sind Themen

„Insbesondere durch die Entwicklung des Black Mountain Bikeparkes Elstra und des Mammutgartens Prietitz sieht sich die Stadt Elstra gefordert, Entwicklungsweichen zu stellen“, sagt der Bürgermeister. Er denke da auch an die gegenwärtige Parkplatzsituation und an gastronomische Angebote. Immerhin besuchen etwas 5.000 Sportler jährlich den Bike-Park, rund 50.000 Gäste den Mammutgarten. Geplant ist außerdem ein sogenannter Pump Track unterhalb des Schwarzenberges, der zusätzlich Freizeitsportler in die Region lockt. Im Gespräch war auch schon ein Campingplatz. Das Tourismusleitbild solle außerdem für die Wirtschaft neue Schwerpunkte setzen.

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Ein weiteres Anliegen ist es, touristische Potenziale zu bündeln und dabei auch zu hinterfragen, wie viel Tourismus die Stadt Elstra überhaupt vertragen kann, ohne das die Einwohner beeinträchtigt werden. Schließlich sollen auch die Umwelt geschützt werden und der ländliche Charakter der Region nicht verlorengehen. „Wir müssen auch an künftige Generationen denken“, sagt Frank Wachholz.

Mit der Erstellung des Tourismuskonzeptes sollen auch zwei Arbeitsgruppen gebildet werden. In diesen haben dann ortsansässige Vereine, Unternehmen und Einzelakteure die Möglichkeit, ihre Ideen einzubringen. (SZ/Hga)

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