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Kamenz

Im Pulsnitzer Stadtpark gibt es jetzt ein Pfefferkuchenhaus

Weil der Nikolausmarkt ausfällt, steht diesmal kein Pefferkuchenhaus auf dem Marktplatz. Mit dem Weihnachtsmann können Kinder trotzdem sprechen.

So sieht das Pfefferkuchenhaus aus, das jetzt im Pulsnitzer Stadtpark gestaltet wurde.
So sieht das Pfefferkuchenhaus aus, das jetzt im Pulsnitzer Stadtpark gestaltet wurde. © Matthias Schumann

Pulsnitz. Besucher des Nikolausmarktes in Pulsnitz werden sich noch gut daran erinnern: In der Adventszeit stand auf dem Marktplatz immer ein Pfefferkuchenhaus. Wenn der Weihnachtsmann dort seine Sprechstunden abhielt, bildeten sich lange Schlangen. Kinder wollten ihre Wünsche für das Fest loswerden. In diesem Jahr ist alles ganz anders. Aufgrund von Corona gibt es keinen Nikolausmarkt und damit auch keine Weihnachtsmannsprechstunden. Außerdem ist aufgrund der Rathaus-Baustelle ein großer Teil des Marktes gesperrt. Es steht also auch kein Pfefferkuchenhaus dort.

Doch ganz ohne Pfefferkuchen geht es in Pulsnitz nun mal nicht, und so suchten einige Männer und Frauen nach einer Alternative. Sie gestalteten das kleine Gartenhaus im Stadtpark zum Pfefferkuchenhaus um. Hinter den Initiatoren stecken Pulsnitzer, die sich auch sonst ehrenamtlich um den Stadtpark und seine Verschönerung kümmern. Guntram Schäfer ist einer von ihnen. „Wir wollen, dass die Kinder der Stadt nicht ganz auf ihr Pfefferkuchenhaus und den Weihnachtsmann verzichten müssen“, sagt er.

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Ein Briefkasten für die Wunschzettel

Die Idee musste schnell umgesetzt werden, denn eigentlich würde der Nikolausmarkt in Pulsnitz an diesem Wochenende stattfinden. Ein Helfer hat aus Holz Pfefferkuchen gebastelt, die anderen haben diese entsprechend mit brauner und weißer Farbe bemalt. Letzte Woche wurden die Pfefferkuchen dann an dem Haus angebracht. Jetzt kamen noch ein paar Restarbeiten dazu, wie zum Beispiel die Beleuchtung vor und am Haus und ein wenig Weihnachtsschmuck. Und so wurde aus einem Gartenhaus das Pulsnitzer Pfefferkuchenhaus. In dieser Woche haben Stadtarbeiter außerdem noch den Park aufgeräumt und für Ordnung auf dem Gelände gesorgt.

„Jetzt fehlt nur noch der Wunschbriefkasten, aber auch dafür werden wir uns bis zum Wochenende noch etwas einfallen lassen“, sagt Guntram Schäfer. Fest eingeplant ist auch, dass am ersten Advent der Weihnachtsmann in dem neuen Haus seine Sprechstunde abhält.

So können die Kinder von 16 bis 17 Uhr in den Stadtpark kommen, ein Gedicht aufsagen oder ein Lied singen und ihren Wunsch dem Weihnachtsmann persönlich übermitteln. Der schreibt dann alles in sein großes Buch. Und wer weiß, vielleicht wird ja der eine oder andere Wunsch erfüllt.

Initiatoren hoffen aus Süßigkeiten-Spenden

„Vielleicht gelingt es uns noch bis Sonntag, ein paar Süßigkeiten gespendet zu bekommen, damit den Kindern eine Kleinigkeit mitgegeben werden kann“, hofft Guntram Schäfer.

Die Weihnachtsmannsprechstunde wird natürlich Corona-konform über die Bühne gehen. Der Bärtige sitzt dann in dem Haus, die Kinder stehen davor, und durch die Glasscheibe am großen Fenster kann miteinander gesprochen werden. So kommt in Pulsnitz am Wochenende wenigstens ein bisschen Weihnachtsstimmung auf. Einen Getränkeausschank oder ähnliches soll es wegen der Corona-Bestimmungen aber nicht geben.

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