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Museum der Bandweberei hat jetzt ein modernes Foyer

Abschließbare Garderobenschränke, ein Bildschirm für Filme, mehr Licht: Großröhrsdorf hat ins Museum investiert. Davon profitieren Mitarbeiter und Gäste.

Patrick Zöllner vom Technischen Museum der Bandweberei in Großröhrsdorf freut sich über die jetzt besseren Arbeitsbedingungen. Das Foyer wurde umgestaltet.
Patrick Zöllner vom Technischen Museum der Bandweberei in Großröhrsdorf freut sich über die jetzt besseren Arbeitsbedingungen. Das Foyer wurde umgestaltet. © Matthias Schumann

Großröhrsdorf. Die Webmaschinen im Technischen Museum der Bandweberei in Großröhrsdorf sind historisch, alt. Ganz anders präsentiert sich seit Kurzem der Eingangsbereich zum Museum. „Nach einem Komplettumbau erstrahlt das Foyer in neuem Licht“, so die Pressesprecherin der Stadtverwaltung Anja Erler.

Und in der Tat. Besucher werden jetzt in einem fast doppelt so großen Raum begrüßt. Alles ist hell gestaltet. Bis dahin waren das Foyer und der Bereich der Kasse von einem Büro getrennt. Jetzt wurde eine Gipskartonwand herausgenommen, um mehr Platz zu schaffen. Ein großer Empfangstresen, an dem die Gäste begrüßt werden, teilt den Raum. Gleichzeitig befindet sich hinter dem Tresen ein Schreibtisch für den Museumsmitarbeiter. Außerdem stehen den Besuchern jetzt abschließbare Garderobenschränke zu Verfügung, wo sie Wertsachen, Bekleidung oder einen Rucksack aufbewahren können.

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Kurzfilme über verschiedene Webtechniken

Sechs Wochen dauerte der Umbau. Das Foyer erhielt eine neue Beleuchtung und Elektrik, einen neuen Fußboden sowie eine kleine Küchenzeile. Außerdem wurde im Empfangsraum ein großer Bildschirm installiert, wo Kurzfilme über die Webtechnik und die Geschichte gezeigt werden. Zum gesamten Bauvorhaben gehören aber auch neue Vitrinen in der Ausstellungshalle. In ihnen werden die verschiedenen Bänder gezeigt, die früher einmal in der Stadt hergestellt wurden.

Finanziert wurde der Umbau von der Stadt Großröhrsdorf. Allerdings gab es auch einen Zuschuss vom Landkreis Bautzen. Betrieben wird die Kultureinrichtung ebenfalls von der Stadt. Der Verein Großröhrsdorfer Industrie- und Bandmuseum unterstützt sie dabei. 21 Mitglieder gibt es im Verein, die sich um Führungen und die inhaltliche Gestaltung des Museums, die Wartung der Maschinen sowie den Eintritt und den Verkauf von Souvenirs und Broschüren kümmern.

Kein Besucherrückgang durch Corona

Patrick Zöllner vom Museum ist froh, dass die Besucherzahlen durch Corona kaum zurückgegangen sind. „Im Schnitt kommen etwa 1.000 Gäste pro Jahr ins Museum, und trotz Corona haben wir 2020 diese Zahl auch erreicht“, sagt er. Das liegt vor allem auch daran, dass das Museum auf verschiedene Art und Weise für sich wirbt. Da sind zum einen die Führungen, die zu den Öffnungszeiten zweimal täglich angeboten werden.

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Aber auch im Schloss Rammenau gibt es einen Raum mit Hinweisen zum Museum. Und auf dem Campingplatz Luxoase Kleinröhrsdorf steht sogar ein Modellwebstuhl, der das Technische Museum als Ausflugsziel vorschlägt. „Für Oktober haben sich schon 21 Bustouren bei uns angemeldet“, blickt Patrick Zöllner hoffnungsvoll in die Zukunft. Er selbst führt, neben anderen Vereinsmitgliedern, die Besucher durch die Ausstellungshalle.

Im Museum wird die 340-jährige Geschichte des Bandwebens in Großröhrsdorf gezeigt. Vom einfachen Handwebstuhl bis zum modernen Webautomaten sind über 15 voll funktionierende Maschinen zu sehen. Bei Führungen werden diese auch in Betrieb genommen. Derzeit gibt es außerdem eine Sonderausstellung, die Dampfmaschinen im Modell zeigt.

Die nächsten Termine für Führungen durch die Sonderschau sind der 19. September sowie der 3. und 10. Oktober.

Technisches Museum der Bandweberei in Großröhrsdorf, Schulstraße 2, Öffnungszeiten: Dienstag bis Donnerstag von 14 bis 18 Uhr, 1. und 3. Sonntag im Monat von 14 bis 17 Uhr sowie nach Vereinbarung über die Internetseite.

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