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Steina: Platz für neue Eigenheime

Die Gemeinde plant ein Baugebiet unterhalb des Sportplatzes. Doch noch sind nicht alle Fragen geklärt.

Diese freie Fläche unterhalb des Sportplatzes in Steina soll als Baugebiet für Eigenheime ausgewiesen werden.
Diese freie Fläche unterhalb des Sportplatzes in Steina soll als Baugebiet für Eigenheime ausgewiesen werden. © René Plaul

Steina. Idyllisch gelegen, am Rande des Oberlausitzer Berglandes, bietet Steina Erholungssuchenden viele Möglichkeiten. Doch nicht nur diese zieht es in den kleinen Ort bei Pulsnitz im Landkreis Bautzen. Auch immer mehr Familien, die ein Haus bauen oder eines kaufen wollen, fragen in der Gemeinde an.

"Wir erhalten pro Woche etwa zwei Anfragen von Bauwilligen", sagt Bürgermeister Sandro Bürger (CDU) gegenüber Sächsische.de. Die Interessenten kämen nicht nur aus der Region, sondern auch aus der Landeshauptstadt, aus Radebeul oder den größeren Städten im Umfeld. Es gebe auch zahlreiche Anfragen von Leuten, die aus der Gegend stammen, dann weggezogen sind und nun wieder in die Heimat zurück wollen.

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Um diesem Bedarf Rechnung zu tragen, will die Gemeinde jetzt ein neues Baugebiet im Ort ausweisen - eine Wohnbebauung am Sportplatz. Ein entsprechender Bebauungsplan wurde erarbeitet, bis zur Genehmigung dauert es aber noch einige Zeit. Die Idee für dieses Wohngebiet ist nicht neu. "Bereits 2018 hat es einen Beschluss und einen Bebauungsplan gegeben", weiß der Bürgermeister. Zu einer Umsetzung ist es aber nicht gekommen. Dann wurde der Plan noch einmal nachgebessert, und jetzt, drei Jahre später, könnte er umgesetzt werden.

Zwölf Einfamilienhäuser sind geplant

Das neue Wohngebiet soll östlich vom Sportplatz entstehen. Dort gibt es ein großes freies Gebiet, dass derzeit laut Flächennutzungsplan noch als Landwirtschaftsfläche ausgewiesen ist. Es umfasst eine Größe von zusammen etwa 2,3 Hektar. Die späteren Wohngrundstücke sollen eine Größe von 750 bis 1.000 Quadratmetern haben. Die Gemeinde geht von insgesamt zwölf Grundstücken für Einfamilienhäuser aus.

Hinzu kommt eine Fläche für Parkplätze. "Das ist ein gemeindeeigenes Grundstück, und wir wollen dieses als Multifunktionsfläche für den Wintersport, für Feste und eben für Parkplätze nutzen", erklärt Sandro Bürger.

Soweit der Plan. Doch noch ist nicht geklärt, wie das Ganze finanziert werden soll. Nach Aussage des Bürgermeisters hängt dies auch von der Fortschreibung des Flächennutzungsplanes ab, der das Gebiet der Stadt Pulsnitz sowie der Gemeinden Steina, Ohorn, Lichtenberg und Großnaundorf umfasst. "Erst wenn in diesem die Fläche auch als Bebauungsgebiet ausgewiesen ist, kann der Plan in die Tat umgesetzt werden", sagt Sandro Bürger.

Diese Vorgehensweise bestätigt auch der Pulsnitzer Bauamtsleiter Kay Kühne. "Ein B-Plan sollte aus einem Flächennutzungsplan heraus entwickelt werden", sagt er auf Nachfrage von Sächsische.de. Es gebe zwar Ausnahmen im Baugesetz, aber auch diese seien an Bedingungen wie zum Beispiel die Größe der Fläche geknüpft.

Nachbarort Großnaundorf hat ein Problem

Inzwischen haben alle Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft einer Fortschreibung des Flächennutzungsplanes zugestimmt. Die Kosten dafür werden nach Einwohnerzahl auf die einzelnen Kommunen aufgeteilt. Das sei auch für die meisten kein Problem, aber Großnaundorf befindet sich in der Haushaltskonsolidierung. "Von der Rechtsaufsicht bekamen wir deshalb keine Zustimmung für eine außerplanmäßige Ausgabe, obwohl wir, genau wie die anderen Kommunen, mit dem Flächennutzungsplan weitermachen wollen", erklärt der Großnaundorfer Bürgermeister Christian Rammer (parteilos).

Wann also aus dem neuen Baugebiet in Steina etwas wird, steht derzeit noch nicht fest. Bürgermeister Sandro Bürger kann auch noch nicht sagen, was die Erschließung die Gemeinde kosten würde, genauso wenig, ob dafür dann ein Kredit aufgenommen werden muss. Daher ist auch noch offen, was Käufer einmal für den Quadratmeter Bauland zahlen müssen. Nur eine Summe steht bereits fest: die Planungskosten in Höhe von 28.000 Euro.

Interessenten, die in Steina bauen wollen, müssen sich also noch eine Weile gedulden.

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