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Kamenz
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Offene Gartenpforte in Kamenz: 19 Gärten sind dabei

Zum vierten Mal findet am 11. Juni 2023 die Aktion "Offene Gartenpforte" in und um Kamenz statt. Was die Besucher diesmal erwartet.

Von Ina Förster
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Susann Glücklich aus Kamenz lädt auch 2023 zum wiederholten Mal in ihren Garten in Jesau ein. Ihre Familie gehört von Beginn an zum Team der "Offenen Gartenpforte" und ist sehr aktiv in der Organisation.
Susann Glücklich aus Kamenz lädt auch 2023 zum wiederholten Mal in ihren Garten in Jesau ein. Ihre Familie gehört von Beginn an zum Team der "Offenen Gartenpforte" und ist sehr aktiv in der Organisation. © Privat / Susann Glücklich

Kamenz. Die Aufregung steigt - und die Kamenzer Gartenfreunde werden langsam hibbelig. Kein Wunder, rückt doch die vierte Ausgabe der "Offenen Gartenpforte" in Kamenz und Umgebung näher. Nur noch knapp fünf Wochen, dann ist es soweit. Bis dahin muss noch einiges neu gepflanzt, verschnitten, begradigt, verschönert oder umdekoriert werden.

Am Sonntag, den 11. Juni, öffnen leidenschaftliche Gärtnerinnen und Gärtner, Haus- und Hofbesitzer, Laubenpieper, Züchter und Blumenliebhaber wieder ab 10 Uhr ihre Pforten für Neugierige. Tausende Gäste werden auch diesmal dazu erwartet. Die "Offene Gartenpforte" zieht erfahrungsgemäß zahlreiche Besucher an.

Wann sonst kommt man in den Genuss, in fremden Gärten staunen und fachsimpeln zu dürfen? Die Lust am Grün ist ungebrochen. Auch und vor allem seit der Corona-Pandemie. Selbst in schwierigen Zeiten zog die muntere Kamenzer Truppe ihre Ideen durch. Und erntete dafür immer viel Applaus.

Vom Bauerngarten bis zum Liebhaberobjekt

"Wir konnten auch diesmal wieder 19 Mitmacher begeistern, ihre Gärten zu öffnen", sagt Susann Glücklich von den Kamenzer Gartenfreunden. "Es sind diesmal auch einige etwas weiter entfernt zu finden", erzählt die Jesauerin. So öffnet Familie Kunze/Prescher in Gödlau erstmals, insgesamt sind fünf Neulinge unter den Teilnehmern. Auch die Floralmanufaktur in Leppersdorf habe Lust bekommen, mitzumischen.

Die Hutbergimkerei in Kamenz ist nach dem Erfolg 2022 nun zum zweiten Mal dabei. "Es gibt wirklich für alle Sinne und für jeden Geschmack etwas. Die unterschiedlichsten Gärten in Größe und Charakter sind zu sehen - vom Bauerngarten mit Hühnern, Bienen und anderen Nutztieren bis hin zu strukturiert angelegten Liebhabergärten", macht Susann Glücklich neugierig.

Besucher können immer wieder neue Gärten erleben

Es sei eine muntere, interessante Truppe, die sich in den letzten Jahren gefunden hat. Wer einmal dabei ist, der könne nicht mehr von der gemeinsamen Sache lassen. Manchmal variiere das Angebot zur "Gartenpforte" aber schon. Denn nicht jedes Jahr haben alle Zeit, manchmal werde der Garten auch gerade umstrukturiert. Mancher habe einfach auch mal eine Pause nötig. "Auch, weil wir natürlich gern selbst in anderen Gärten unterwegs sind", sagt Susann Glücklich lachend.

Sie und ihre Familie öffnen nun schon zum vierten Mal in Folge ihr grünes Refugium. "Wir treffen uns ja auch vorher in neuen Gärten oder besuchen uns zwischendurch." Susann Glücklich gehört ebenfalls zum festen Stamm, wenn es um die Schaufenster-Gestaltung im neuen Kamenzer Altstadttreff geht oder um kreative Präsentationen auf Kamenzer Stadtfesten und Einkaufsevents.

Bewirtung, Musik und kreative Angebote

Neben einem Bummel durch die Gärten laden auch Gaststätten und Cafés am 11. Juni zum Einkehren ein - vom Imbiss Großmann in Lückersdorf über das Café Aloha, La Piazza, das Edelweiß bis zum Café Klostertor. Der Flyer mit allen wichtigen Informationen ist gerade in Fertigstellung und wird in den nächsten Tagen in der Stadt erhältlich sein.

Auch Schüler der Musikschule spielen in neun Gärten auf. Zudem wird es an einigen Anlaufpunkten selbst hergestellte Dinge zu kaufen geben, Pflanzen und Ableger können getauscht oder mitgenommen werden. "Falls es Petrus wieder so gut mit uns meint, sollte auch keiner in den Gärten auf dem Trockenen sitzen", sagt Susann Glücklich. Man freue sich auf regen Austausch und wunderschöne Stunden mit Garten-Fans.

Die Idee der "Offenen Gartenpforte" stammt ursprünglich aus England und zieht sich seit Jahrzehnten durch Europa.