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Kamenz: Kurzarbeit bei Accumotive

In einigen Bereichen wird beim Batteriehersteller derzeit weniger gearbeitet, Schichten werden gestrichen. Wie der Konzern das begründet.

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Das Mercedes-Batteriewerk Accumotive in Kamenz drosselt derzeit teilweise die Produktion. Das hat für einige Mitarbeiter Kurzarbeit zur Folge.
Das Mercedes-Batteriewerk Accumotive in Kamenz drosselt derzeit teilweise die Produktion. Das hat für einige Mitarbeiter Kurzarbeit zur Folge. © Archivfoto: Ronald Bonß

Kamenz. Beim Batteriehersteller Accumotive in Kamenz, einer 100-prozentigen Tochtergesellschaft der Mercedes-Benz AG, ist derzeit in Teilbereichen Kurzarbeit angesagt. „In wenigen“, präzisiert eine Mercedes-Sprecherin. Hintergrund sei der weltweit bestehende Lieferengpass bei bestimmten Halbleiterkomponenten.

Deshalb werde in Teilbereichen die Produktion gedrosselt beziehungsweise würden Schichten gestrichen. Es betreffe aber keineswegs das ganze Werk in Kamenz, so Mercedes-Sprecherin Birgit Zaiser gegenüber Sächsische.de. Es würden auch Gleitzeit-Arbeitskonten, Urlaubskonten oder Qualifizierungsmaßnahmen genutzt, um flexibel auf die Situation zu reagieren.

Bereits im Juli hatte Sächsische.de im Zusammenhang mit Gerüchten über eine Verlagerung des Werkes nach Polen über Lieferengpässe bei Halbleiterkomponenten berichtet. Das Unternehmen hatte sich zu diesem Zeitpunkt von vielen Leiharbeitern getrennt.

Accumotive fertigt in Kamenz seit 2012 Antriebsbatterien für Hybrid- und Elektrofahrzeuge von Mercedes-Benz und Smart sowie für Nutzfahrzeuge. Die Mercedes-Elektrooffensive habe weiterhin höchste Priorität, teilt das Unternehmen mit. (SZ/ha)