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Feuer bei Accumotive in Kamenz

In einer Produktionshalle war am Montagabend ein Batteriemodul in Brand geraten. Feuerwehr und Rettungsdienst rückten an. Nicht zum ersten Mal.

Am Montagabend hat es im Batteriewerk Accumotive in Kamenz gebrannt.
Am Montagabend hat es im Batteriewerk Accumotive in Kamenz gebrannt. © Lausitznews

Kamenz. Rund 30 Kamenzer Feuerwehrleute rückten am Montagabend zu einem großen Einsatz auf das Gelände des Mercedes-Batteriewerkes Accumotive in Kamenz-Bernbruch aus. Kurz nach 19 Uhr hatte dort eine Brandmeldeanlage Alarm ausgelöst.

In einer Produktionshalle der Montage hatte ein Batteriemodul Feuer gefangen, berichtet Danny Haschick, Dienstgruppenführer in der Rettungsleitstelle für Ostsachsen. Es habe sich starker Rauch entwickelt, erklärt Madeleine Herdlitschka, Pressesprecherin bei Mercedes in Stuttgart, gegenüber Sächsische.de.: „Der Brand konnte durch die Einsatzkräfte der Feuerwehr zügig unter Kontrolle gebracht werden. Personen kamen nicht zu Schaden.“ Es habe zu keinem Zeitpunkt Gefahr für die Menschen im Umfeld bestanden. Das bestätigt auch Volker Lutterberg, Einsatzleiter der Kamenzer Feuerwehr.

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Aus der Rettungsleitstelle hatte es am Dienstagmorgen geheißen, dass fünf Personen vom Brand betroffen waren und vor Ort beziehungsweise im Krankenhaus behandelt wurden. 

Zur Höhe des beim Brand entstandenen Schadens macht Mercedes keine Angaben. Die Produktion im Werk sei noch am selben Abend wieder aufgenommen worden.

Außer den Feuerwehren von Kamenz, Wiesa, Zschornau-Schiedel, Deutschbaselitz und Bernbruch waren mehrere Rettungswagen, der organisatorische Leiter des Rettungsdienstes im Landkreis Bautzen und der Kreisbrandmeister vor Ort. Nach etwa zwei Stunden sei der Einsatz beendet gewesen.

Es ist nicht der erste Brand bei Accumotive. Auch im März dieses Jahres, als ebenfalls ein Batteriemodul in Brand geriet, waren Feuerwehrleute zum Firmengelände ausgerückt. Die Mitarbeiter wurden evakuiert. Damals kamen zwei Feuerwehrmänner mit dem Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus. Warum es immer wieder zu solchen Bränden komme, dazu sei in der Kürze der Zeit keine Analyse möglich, heißt es aus Stuttgart. Aber Madeleine Herdlitschka betont: „Selbstverständlich gehen wir der Ursache intensiv nach.“

Die Deutsche Accumotive produziert am Standort Kamenz als 100-prozentige Tochter der Mercedes-Benz AG seit dem Jahr 2012 Antriebsbatterien für Hybrid- und Elektrofahrzeuge und beschäftigt derzeit rund 1.300 Mitarbeiter.

Der Beitrag wurde am 20. Oktober um 15.45 Uhr aktualisiert.

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