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Kamenzer Geisterschranke am Pranger

Nahe Gelenau heben und senken sich Schranken für einen Radweg, den es noch nicht gibt. Das sorgt für heftige Kritik vom Steuerzahlerbund - und nicht nur von ihm.

Von Reiner Hanke
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Der Bahnübergang für Radler zwischen Bischheim und Gelenau bei Kamenz. Der Fahrradüberweg wartet seit zehn Jahren auf den Anschluss
Der Bahnübergang für Radler zwischen Bischheim und Gelenau bei Kamenz. Der Fahrradüberweg wartet seit zehn Jahren auf den Anschluss © Matthias Schumann

Kamenz. Die Geisterschranke an der Bahnstrecke Dresden-Kamenz erhitzt immer wieder mal die Gemüter und brachte sogar schon Komiker Mario Barth in die Region: Kurz vor dem Ortseingang Kamenz-Gelenau soll die Anlage den Radverkehr an den Gleisen regulieren. Nur fehlt der Radweg. Der endet in Bischheim, das Reststück bis Kamenz steht aus. Aber die Schranken heben und senken sich seit rund zehn Jahren unermüdlich. Das Thema nahm sich nun erneut der Steuerzahlerbund vor, der das Bauwerk und die damit verbundene Verschwendung von Steuergeld anprangert. Seit fast zehn Jahren regelt die Anlage einen Radverkehr, den es nicht gibt. Das verursache Kosten in viertstelliger Höhe.

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