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Kamenzer Kita wird sicherer

Nach einem Unfall nahe des Kinderhauses an der Hohen Straße hat die Caritas einiges verändert. Eltern haben dadurch kürzere Wege.

An ihrem Kindergarten St. Bernhard in Kamenz hat die Caritas für mehr Sicherheit gesorgt. So wurde ein Plattenweg beseitigt, der direkt zur viel befahrenen Straße davor führte.
An ihrem Kindergarten St. Bernhard in Kamenz hat die Caritas für mehr Sicherheit gesorgt. So wurde ein Plattenweg beseitigt, der direkt zur viel befahrenen Straße davor führte. © Archivfoto: Matthias Schumann

Kamenz. Ein Verkehrsunfall auf der Hohen Straße in Kamenz hatte im Frühjahr für heftige Diskussionen gesorgt: Vor der Kita St. Bernhard hatte sich ein Junge offenbar von der Hand seiner Mutter losgerissen und war auf die Straße gerannt. Dort stieß er mit einem Auto zusammen und verletzte sich dabei leicht, informierte die Polizei damals. Alle waren sehr froh, dass nichts Schlimmeres passiert war, sagte damals Andreas Oschika, Geschäftsführer des Caritasverbandes Oberlausitz. Der Verband ist Träger des Kinderhauses.

Die Hohe Straße ist durchaus verkehrsreich und gefährlich. Die Szene selbst ereignete sich außerhalb des Kita-Geländes, und der Junge war bereits in der Obhut der Mutter.

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Die Polizei sah sich damals die Situation an und stellte keine Sicherheitsmängel fest. Und auch die Caritas schätzte ein, dass baulich eigentlich viel getan sei, um Risiken zu minimieren, die mit der nahen Straße zusammenhängen.

Gelände hat zusätzlichen Zugang bekommen

Für den Kita-Betreiber sei der Unfall dennoch ein Warnsignal gewesen, sich ein paar Fragen zu stellen, berichtet Andreas Oschika. Eine lautete: „Sind wir die Sicherheit der Kinder betreffend optimal aufgestellt?“ Zudem habe sich  das Kamenzer Bauamt im Nachgang gemeldet und in die Überlegungen eingebracht.

Es habe Gespräche gegeben, so der Caritas-Geschäftsführer. Er  betont zugleich: „Der Unfall stand nicht direkt im Zusammenhang mit der Kita.“ Mutter und Kind befanden sich auf dem Fußweg vor der Kita. "Wir haben den Vorfall jedoch sehr ernst genommen.“ Es sei  allemal besser vorzubeugen, um möglichst viel Sicherheit zu schaffen und ein mögliches Unglück zu verhindern.

Inzwischen hat sich einiges getan. So wurde ein weiterer Zugang zum Gelände geschaffen. Dieser führt von hinten heran ans Kinderhaus über den Bernhardweg, nicht von der Hauptstraße aus. Der Eingang sei gerade für die Eltern aus dem oberen Teil der Stadt günstig, weil der Weg zur Kita dadurch kürzer sei. Das betreffe über die Hälfte der Eltern. Auch die anderen könnten den Eingang natürlich nutzen, um ihre Kinder sicherer und entspannter zum Kinderhaus zu bringen.

Im Grunde sei es nicht mehr nötig, „von der Hohen Straße aus mit den Kindern ins Gebäude zu kommen“, so Andreas Oschika. Der Schritt sei den Eltern auch erklärt worden, um sie dafür zu sensibilisieren. Auch in die Hausordnung sei das Thema eingeflossen.

Plattenweg vor dem Haus wurde beseitigt

Bisher gab es vor dem Haus noch einen kleinen Plattenweg, der von der Kita zum Fußweg an der Hauptstraße führte. Der wurde beseitigt, Rasen eingesät und gemeinsam mit den Eltern eine Pflanzaktion gestartet, um einen Durchschlupf vom Parkplatz zu beseitigen. Damit sei eine weitere mögliche Sicherheitslücke geschlossen worden.

Gerade vor dem Kinderhaus befindet sich die breiteste Stelle der viel befahrenen Staatsstraße. Das  macht das Überqueren in diesem Bereich gefährlich. Eine Ampel befindet sich zwar in der Nähe, aber eben nicht direkt vor der Kita. Der Geschäftsführer legt den Eltern ans Herz, vorbildlich zu sein, den Umweg in Kauf zu nehmen und den sicheren Weg zu wählen. Vom neuen Hintereingang aus sei die Strecke jetzt auch noch etwas kürzer, so der Caritas-Chef.

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