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Kamenz

Kamenz: Sportler gehen auf die Straße

Auf ihre Situation im Lockdown wollen am Mittwoch mehrere Vereine aufmerksam machen - und auf ihre Bedeutung für die Kinder- und Jugendarbeit.

Bereits Ende des Vorjahres machten insbesondere Sportvereine aus Kamenz auf ihre prekäre Situation aufmerksam. Jetzt starten sie erneut eine Aktion.
Bereits Ende des Vorjahres machten insbesondere Sportvereine aus Kamenz auf ihre prekäre Situation aufmerksam. Jetzt starten sie erneut eine Aktion. © Archivfoto: Matthias Schumann

Kamenz. In Kamenz wollen am Mittwochnachmittag mehrere Sportvereine auf ihre Situation aufmerksam machen. Hintergrund sind die fortdauernden Einschränkungen für den Sport in der Corona-Pandemie. Beispiel Ostsächsischer Schwimmsportverein OSSV, mit über 400 Mitgliedern einer der größten Vereine in der Stadt: Das Kamenzer Hallenbad ist seit Monaten geschlossen und Vereinsschwimmen unmöglich.

Sechs Vereine wollen ihre Forderungen nun auf die Plätze tragen, unter anderem auf den Markt und den Schulplatz, ebenso an Vereinsgelände. Sie wollen aber zugleich vermeiden, dass sich zu große Menschen-Ansammlungen bilden.

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Den „Sportvereinen wird der Vereinszweck entzogen“, kritisiert zum Beispiel der OSSV in seiner Anmeldung zur Aktion, mit dem Verweis, dass doch gerade der Sport die Gesundheit fördere, das Sporttreiben im Verein aber eben nicht mehr möglich sei.

„Wir wollen damit auch demonstrieren, dass wir uns mit Mundschutz und Abstand an alle Regeln halten", so Mario Steinmetz, Chef des Tanz-Vereins „Kamenz can Dance“ mit immerhin 250 Kindern und Jugendliche unter den Mitgliedern. Es gehe ihm nicht darum, auf Biegen und Brechen zu öffnen, sondern einen gangbaren Weg für die Öffnung zu finden. "Am Mittwoch wollen wir den Vereinskindern eine Stimme geben, die tanzen wollen und unter der Situation leiden."

Es ist nicht die erste derartige Aktion

Ähnlich sieht das Jan Geppert vom Sport- und Freizeitzentrum Tomogara, das ebenfalls beteiligt ist. "Es geht uns vor allem um die Kinder und Jugendlichen im Sportbereich", so Geppert. Er macht darauf aufmerksam, dass sich die ganze Debatte stark auf Schulen und Kitas und Horte fokussiert habe: „Wir wollen ein Zeichen setzten, dass nicht nur dort mit Kindern gearbeitet wird. Sondern eben gerade die Sportvereine für die Mädchen und Jungen ganz wichtig sind ." Für die Gesundheit und die soziale Entwicklung, ergänzt Mario Steinmetz.

Es sei eine ähnliche Aktion wie im Vorjahr mit Transparenten, um die Aufmerksamkeit auf Kultur und Sport zu richten, erinnert Jan Geppert. Schon damals erklärte Mario Steinmetz, wie wichtig beides für Körper und Geist, für einen gesunden Menschen sei. Daran habe sich nichts geändert. Aktionen planen auch der Kinderschutzbund, das Gesundheitszentrum MyGym sowie der PSV Kamenz. Das Training sei ab November 2020 vorerst eingestellt, wird auf der Homepage verkündet. Darunter steht - zufällig - der Slogan: "So geht sächsisch.de". (SZ/ha)

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