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Kamenz: Forstfest wird deutsches Kulturerbe

Die Kulturministerkonferenz hat entschieden. In der Stadt ist die Freude riesig - und die Hoffnung groß, dass im Sommer gefeiert werden kann.

Zum Kamenzer Forstfest gehören die in Weiß gekleideten Mädchen und Jungen aus den Schulen und Blumenschmuck. Bis zu 50.000 Gäste zieht das Fest jährlich an. Jetzt ist es immaterielles Kulturerbe.
Zum Kamenzer Forstfest gehören die in Weiß gekleideten Mädchen und Jungen aus den Schulen und Blumenschmuck. Bis zu 50.000 Gäste zieht das Fest jährlich an. Jetzt ist es immaterielles Kulturerbe. © Matthias Schumann

Kamenz. Das traditionsreiche Kamenzer Forstfest wird zum immateriellen, also geistigen deutschen Kulturerbe. Das beschloss am Freitagnachmittag die Kultusministerkonferenz. „Ich freue mich riesig darüber. Ich gratuliere den Kamenzer Bürgerinnen und Bürgern ganz herzlich zur Aufnahme in das Verzeichnis der Unesco", sagte Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU). Das Kamenzer Forstfest sei seit über 300 Jahren eine ganz besondere und lebendige Tradition in Sachsen. Es ist zudem eines der größten Schul- und Heimatfeste im Freistaat.

Überglücklich zeigt sich auch der Kamenzer Oberbürgermeister Roland Dantz (parteilos). Er freue sich vor allem für die vielen Forstfest-Enthusiasten. "Ich finde es großartig, dass diese lange Tradition diese Würdigung erfahren hat."

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Titel soll im Sommer gefeiert werden

Er sei sehr gespannt gewesen, so Dantz, habe aber eigentlich nie daran gezweifelt: "Weil das Fest so in der Bürgerschaft verankert ist, aus ihr heraus entstanden und bis heute lebendig ist." Es steckte viel Arbeit in der Bewerbung. Allen, die daran mitgewirkt hätten, sei er sehr dankbar.

Am liebsten würde er die Nachricht jetzt mit einem großen Forstfest-Feuerwerk feiern. Das gehe wegen Corona nicht. Deshalb hoffe er, dass das Fest in diesem Sommer wieder und auch der Kulturerbe-Titel dann gebührend gefeiert werden können. Auch Ministerin Klepsch wünscht sich, dass die Schüler dann "mit Blumenschmuck und Fahnen durch die Stadt ziehen können“.

Fest findet immer in der Bartholomäus-Woche statt

Im Jahr 2019 hatten die Stadt Kamenz und der Förderverein Forstfest die Bewerbung eingereicht. Sachsen hatte im April 2020 das traditionelle Kamenzer Forstfest zum "Immateriellen Kulturerbe" nominiert.

Ausschlaggebend für die Aufnahme in das bundesweite Verzeichnis des "Immateriellen Kulturerbes" ist, dass es sich bei dem Volksfest um eine eigenständige Kulturform handelt, die identitätsstiftend ist und von Generation zu Generation weitergegeben wird.

Beim Forstfest ist das der Fall. Das Schul- und Heimatfest wird immer in der Bartholomäuswoche um den 24. August herum gefeiert. An den Umzügen beteiligen sich bis zu 1.500 Mädchen und Jungen der Kamenzer Schulen. (SZ/ha)

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