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Kamenz: Kein Kohle-Geld für Glaswerk-Brache

Mehrere Anträge auf Geld aus dem Milliarden-Fonds für den Strukturwandel in der Lausitz wurden abgelehnt. Das geht aus einem Papier der Stadt hervor.

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Das frühere Glaswerk in Kamenz ist eine Industriebrache. Die Hoffnung auf Geld aus dem Fonds für den Strukturwandel zum Umbau des Areals hat sich zerschlagen.
Das frühere Glaswerk in Kamenz ist eine Industriebrache. Die Hoffnung auf Geld aus dem Fonds für den Strukturwandel zum Umbau des Areals hat sich zerschlagen. © Matthias Schumann

Kamenz. Der Ansturm auf die Förder-Milliarden für den Kohleausstieg ist riesig. So wird für Kamenz nicht alles möglich sein, was die Stadt angemeldet hatte. Von vier Vorschlägen ist nur noch das Außenbecken fürs Kamenzer Hallenbad übrig geblieben.

Das geht aus einem Papier hervor, das die Verwaltung jetzt dem Stadtrat vorlegte. Der Vorschlag wurde inzwischen zu einem Freizeit-Kombi-Bad weiterentwickelt mit Erlebnis- und Sportbereich sowie Außenanlagen. Allerdings steht noch immer eine Vereinbarung mit dem Landkreis für die Umsetzung des Projekts aus.

Drei weitere Vorschläge wurden abgelehnt. Das ist einmal die Sanierung eines Bauernhofes im Ortsteil Wiesa als Dorfgemeinschaftshaus. Hier fanden Stadt und Heimatverein inzwischen eine kleinere Lösung zur schrittweisen Sanierung.

Geld für Umbau des Lessing-Museums

Ebenfalls abgelehnt wurden die Konzepte für die Sanierung der Kindertagesstätte Sonnenschein und zur Revitalisierung der Glaswerks-Brache. Es sei nicht messbar, inwiefern beide Projekte den Wirtschaftsstandort attraktiver machten und ein wirtschaftliches Wachstum bringen könnten. Für die Kita will die Stadt jetzt andere Fördermittel nutzen.

Geld aus dem Kohlefonds fließt allerdings für ein Großprojekt, das nicht mit auf der städtischen Liste stand. So sagten Bund und Land 2,5 Millionen Euro für den Umbau des Lessingmuseums zu. (SZ/ha)