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Kamenz

Kamenzer Kostümfundus gerettet?

Der Arbeitslosenselbsthilfe-Verein löst sich auf. Doch er sucht nach Möglichkeiten, die Ausleihe der selbst genähten Kostüme weiterzuführen - und ist optimistisch.

Die Arbeitslosenselbsthilfe Kamenz ist stolz auf ihren großen Kostümfundus mit überwiegend selbst genähten Kostümen. Nadja Shdanow (l.) und Marina Griete präsentieren hier einige Teile.
Die Arbeitslosenselbsthilfe Kamenz ist stolz auf ihren großen Kostümfundus mit überwiegend selbst genähten Kostümen. Nadja Shdanow (l.) und Marina Griete präsentieren hier einige Teile. © Archivfoto: Matthias Schumann

Kamenz. Der Arbeitslosenselbsthilfe Kamenz (ASH) sitzt die Zeit im Nacken. Zum Ende des Jahres löst sich der Verein auf. Doch  aktuell tun sich zaghafte Möglichkeiten auf, dass wenigstens der wertvolle Kostümfundus der ASH gerettet werden kann. "Wir bemühen uns aktuell um eine Möglichkeit, die  Sachen anderswo unterbringen zu können, und darum, dass eine Ausleihe weiterhin für die Öffentlichkeit möglich sein kann", so Marina Griete vom Vorstand. 

Dies wäre jedenfalls der größte Wunsch aller Beteiligten und Näherinnen, die über die Jahre weit über 1.000 Kostüme selbst gefertigt haben. Auch in Hinblick auf die 800-Jahrfeier  von Kamenz 2025 werden sicherlich viele der vor allem historischen Kostüme für den großen Festumzug gebraucht, heißt es.

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Man steht mittlerweile in Verbindung mit der Stadt. Eine Zusammenarbeit und Unterstützung in der Sache hatte man sich schon seit Längerem gewünscht. "Aus diesem Grund werden derzeit keine Kostüme veräußert, nur kleine Restbestände", heißt es.  Man bittet die Interessenten um Verständnis.

Nichtsdestotrotz findet am Sonnabend, dem 26. September, von 9 bis 14 Uhr in den Räumen des Vereines an der Oswald-Kahnt-Straße 3 in Kamenz eine Auflösung der sonstigen Bestände statt. Die alte Schneiderwerkstatt mit sämtlichen Utensilien und Materialien wird verkauft. Ebenso Mobiliar, Gerätschaften und Dinge aus der angegliederten Holzwerkstatt.

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