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Kamenz: Diebe auf dem Tannenbaum-Parcours

Spaziergänger freuen sich am besonderen vorweihnachtlichen Flair in der Stadt. Doch nicht jeder hat gute Absichten. Die Kamenzer geben aber nicht auf.

Diebe sind immer wieder auf dem Kamenzer Tannenbaum-Parcours unterwegs, der in diesem Jahr in der Stadt für weihnachtliches Flair sorgen soll. Dieser Baum an der Mönchsmauer hat kaum noch Behang und keine Lichterkette mehr.
Diebe sind immer wieder auf dem Kamenzer Tannenbaum-Parcours unterwegs, der in diesem Jahr in der Stadt für weihnachtliches Flair sorgen soll. Dieser Baum an der Mönchsmauer hat kaum noch Behang und keine Lichterkette mehr. © privat

Kamenz. Kaum wurden Lichter angebracht und Kugeln aufgehangen, schon sind sie wieder weg: Was in den letzten Tagen auf dem Kamenzer Tannenbaum-Parcours passierte, ärgert viele. Gewerbetreibende, Vereine und Privatpersonen hatten den besonderen Spaziergang durch die vorweihnachtliche Stadt initiiert, weil sonst in der Corona-Krise alles andere wegfällt.

Vor allem die Mitmacher, die die 100 Bäumchen liebevoll geschmückt haben, ärgern sich über den Diebstahl. "Es gibt einige Fälle, wo Lichterketten gestohlen wurden. Diese wurden von der City-Initiative gekauft und verteilt, damit die Stadt richtig schön leuchtet im Advent", sagt City-Managerin Anne Hasselbach.

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Vor allem Lichterketten werden geklaut

Auch Dekoration verschwindet immer wieder über Nacht. Die Kamenzer selbst sind empört darüber und verstehen die Welt nicht mehr. Aber so wie auch im Frühling Stiefmütterchen aus öffentlichen Anpflanzungen wegkommen oder zu Ostern Deko vor den Geschäften, so scheint sich die Spur der Langfinger durch den Tannenbaum-Parcours zu ziehen. Mit etwas Schwund hatten die Organisatoren um das City-Management zwar gerechnet. Aber der massive Klau der Lichterketten empört nun doch alle.

"Was mag denn auch in dem Sechsjährigen vorgehen, der mit seinen Eltern eines der Bäumchen an der Mönchsmauer geschmückt und es mit einer Lichterkette versehen hat, wenn er sieht, dass es nun am Abend nicht mehr im Lichterglanz erstrahlt?", schreibt Sieglinde Tschentscher auf ihrer privat betriebenen Kamenz- Facebookseite. "Und was in dem 90-jährigen Herrn Richter, der sich so gefreut hat, dass ihm jemand behilflich war beim Anbringen der Lichterkette, die als erste gestohlen wurde an der Bautzner Straße?"

Viele ärgern sich über rücksichtslose Zeitgenossen

Und viele diskutieren mit. "Es ist traurig. Es fehlt doch an mehreren Bäumen schon die Deko. Ob die selbst gebastelten Anhänger, Kugeln oder die Baum(spitzen)-Mützen. Es ist so rücksichtslos, wie diese Leute mit der liebevollen Arbeit der anderen umgehen", schreibt beispielsweise Kerstin Osmani. Und Karl Mildner ergänzt: " Ich finde, gerade in dieser doch nicht einfachen Vorweihnachtszeit sollten die Menschen zusammenhalten und einander achten!"

Die Eltern der Kinder, die Bäumchen an der Mönchsmauer geschmückt haben, haben sich nicht ins Bockshorn jagen lassen und eine neue Lichterkette besorgt. Auch andere Kamenzer steuerten neuen Schmuck für die Bäumchen bei. So geht Zusammenhalt!

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