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Papierkörbe für den Kamenzer Forst?

Besucher des Naherholungsgebietes lassen oft Müll liegen. Ein Bürger hat einen Vorschlag zur Lösung des Problems. Das sagt die Stadt dazu.

Müllsünder lassen ähnlich wie auf diesem Foto oft ihre Abfälle im Kamenzer Forst zurück.
Müllsünder lassen ähnlich wie auf diesem Foto oft ihre Abfälle im Kamenzer Forst zurück. © privat

Kamenz. Achtlos weggeworfene Abfälle, Müll in der Landschaft – das alles ist immer wieder ein Ärgernis für viele Menschen. So auch für Peter Schäfer. Ihn ärgern die Hinterlassenschaften achtloser Zeitgenossen, die Müllecken in Kamenz.

Auf solche Missstände machte Schäfer schon im Vorjahr zum Beispiel an der Muhlestraße aufmerksam, jetzt geht es ihm um den Forst. Peter Schäfer schreibt: „Warum werden im Spittelforst Kamenz neben den Bänken keine Papierkörbe aufgestellt? Diese müssten natürlich sicher vor Vandalismus sein.“

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Immer wieder habe er in der Vergangenheit an den Bänken Müll vorgefunden und auch aufgesammelt und selbst entsorgt: Flaschen, Papier, Zigarettenstummel zum Beispiel. „Die Leute sitzen dort und schmeißen den Müll einfach neben die Bänke.“ Normalerweise packe man ja seinen Müll ein, um ihn ordnungsgemäß zu entsorgen. „Aber es nehmen eben nicht alle den richtigen Weg“, so Schäfer. Weil es sich um ein Naherholungsgebiet handelt, wären Papierkörbe sinnvoll, findet Schäfer.

Verwaltung will Kosten ermitteln

Wie steht die die Stadtverwaltung zu der Idee? Stadtsprecher Thomas Käppler: „Am Pavillon im Forstfestgelände steht eine große Mülltonne, die wöchentlich geleert wird.“ Dort sollten die Leute ihren Müll entsorgen. Papierkörbe im Waldgebiet aufzustellen, wäre mit Risiken verbunden, eben wegen des bereits angesprochenen Vandalismus. Papierkörbe, die Vandalismus sicher sind, seien dem Rathaus bisher nicht bekannt.

In Waldgebieten sollte eher der bürgerliche Gemeinsinn greifen, dass man seinen Müll mitnimmt und ordentlich entsorgt, so Käppler. „Wer dies nicht einsieht, wird vermutlich auch Papierkörbe ignorieren.“ Weiterhin habe die Erfahrung gezeigt, dass sich einige Bürger von Papierkörben animiert fühlen, ihren Haushaltsmüll auch noch dort zu entsorgen. So werde im Stadtgebiet regelmäßig neben Papierkörben und Containerplätzen Haushaltsmüll abgestellt, frei nach dem Motto „die KDK oder Stadt holt das ja regelmäßig ab“, so Käppler.

Unabhängig von diesen Überlegungen werde die Stadt prüfen, ob die Aufstellung weiterer Papierkörbe sinnvoll ist. Da sie möglichst robust sein müssten, seien erstmal die Kosten zu ermitteln, auch die der Entsorgung. Auf dieser Basis könnte dann eine sachliche Entscheidung getroffen werden.


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