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Kamenz: Unfallgefahr auf holprigen Radwegen

Für die Wege rund um Biehla will die Stadt jetzt ein Reparaturprogramm starten. Das ist geplant.

Die Radwege nördlich von Kamenz werden viel genutzt. Aber sie weisen vor allem im Wald starke Schäden auf. Jetzt will die Stadt handeln.
Die Radwege nördlich von Kamenz werden viel genutzt. Aber sie weisen vor allem im Wald starke Schäden auf. Jetzt will die Stadt handeln. © Matthias Schumann

Kamenz. Der Zustand der Wege rund um den Kamenzer Ortsteil Biehla steht in der Kritik. Der Asphalt bröckelt. Das und die Sturzgefahren beschrieb erst in der jüngsten Stadtratssitzung ein Kamenzer Radler sehr anschaulich. „Das muss in Ordnung gebracht werden“, forderte der ältere Herr.

Alle drei Waldwege wurden in der Mitte der 1990er-Jahre asphaltiert. Fotos belegen, wie sich mittlerweile die Wurzeln angrenzender Bäume in den Asphalt hinein gearbeitet haben. So sind heftige Bodenwellen und Risse entstanden.

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Die Verkehrssicherheit sei nicht mehr gegeben, so dass zwei der Verbindungen um Biehla schon gesperrt werden mussten, teilt die Stadtverwaltung mit. Forstverkehr sowie Fußgänger und Radfahrer seien von dieser Sperrung aber ausgenommen. Aber es sei eben auch für Radler durchaus gefährlich, merkte der Radfahrer im Stadtrat an.

Risse und Huckel - so sieht es auf einigen Radwegen rund um Kamenz wie hier bei Biehla aus. Die Reparaturarbeiten sollen in diesem Jahr beginnen.
Risse und Huckel - so sieht es auf einigen Radwegen rund um Kamenz wie hier bei Biehla aus. Die Reparaturarbeiten sollen in diesem Jahr beginnen. © Stadtverwaltung

Schon in der Sitzung deutete die Verwaltung an, dass sie dran sei und die Wege in Abschnitten saniert werden sollen. Das hat um so mehr Bedeutung, weil mit der Teichtour auch eine offizielle Radwandertrasse durch die Region führt.

Der Plan steht nun. Dem ging eine intensive gutachterliche Untersuchung voran. Dafür wurde sogar an bestimmten Stellen der Asphalt aufgebrochen, um den Untergrund zu prüfen und die Schäden genau feststellen zu können.

Sieben Varianten für die Sanierung untersucht

Insgesamt geht es um etwa 4,6 Kilometer, betroffen sind die Wege zwischen Biehla und Schiedel sowie zwischen Biehla und Zschornau und Biehla - Hausdorf. Alle drei seien komplett sanierungsbedürftig. Das wäre teuer. Deshalb will sich die Stadt jetzt erst einmal auf die dringlichsten Abschnitte konzentrieren - insgesamt etwa 1,4 Kilometer. Dabei ist die Trasse nach Hausdorf vorerst ausgeklammert. Die Strecke ist nach Ansicht der Gutachter zwar auch sanierungsbedürftig, aber nicht so dringend.

Untersucht wurden sieben unterschiedliche Sanierungsvarianten: unter anderem ganz neu zu asphaltieren oder den Asphalt durch eine Schotterdecke zu ersetzen. Die Kosten schwanken zwischen 200.000 und über 300.000 Euro. Die Stadt entschied sich für die günstigste Variante. Dabei sollen die Huckel, Bodenwellen und Löcher zuerst mit einer Tragschicht ausgeglichen werden, danach kommt eine frische Asphaltdecke drauf. Das verspreche immerhin eine Haltbarkeit von 20 bis 25 Jahren.

Die Stadt will die Reparaturen über mehrere Jahre strecken. Noch in diesem Jahr sollen für 55.000 Euro die ersten Arbeiten starten. Dabei steht die Trasse zwischen Biehla und Schiedel im Fokus. Zwei Abschnitte sehen dort besonders schlimm aus.

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