merken
PLUS Kamenz

Kamenz: VW-Autohaus erweitert Werkstatt

Im Gewerbegebiet "Zur Windmühle" errichtet das Autohaus Elitzsch bereits den dritten Anbau - und verwirklicht damit einen schon länger gehegten Wunsch.

Betriebsleiter Marko Hultsch von der Autohaus Elitzsch GmbH in Kamenz steht auf dem Gelände der künftigen Halle. Zurzeit werden hier die Medien für eine moderne, vollautomatische Auto-Waschstrecke verlegt.
Betriebsleiter Marko Hultsch von der Autohaus Elitzsch GmbH in Kamenz steht auf dem Gelände der künftigen Halle. Zurzeit werden hier die Medien für eine moderne, vollautomatische Auto-Waschstrecke verlegt. © René Plaul

Kamenz. Der Kran steht bereit. Die ersten Rohre für die Medien sind verlegt. Aber ansonsten wirkt der 450 Quadratmeter große Platz noch etwas verwaist. Am VW-Autohaus im Kamenzer Gewerbegebiet " Zur Windmühle" wird gebaut. Und eigentlich wollte man schon ein Stück weiter sein, doch corona-bedingt gab es leichte Verzögerungen.

Auf dem Platz hinter der Werkstatt wird in den nächsten Wochen und Monaten eine neue Halle errichtet. "Wir müssen unsere Werkstatt vergrößern und erweitern", erzählt Betriebsleiter Marko Hultsch. Sonst platze hier bald alles aus den Nähten.

Anzeige
Service-Ingenieure & -Techniker gesucht!
Service-Ingenieure & -Techniker gesucht!

Die Applied Materials GmbH in Dresden, ein Weltmarktführer in der Halbleiter-, Elektronik- und Displaybranche, sucht ab sofort Unterstützung im Kundensupport.

Bis September soll die neue Halle fertig sein

Dafür nimmt die Autohaus Elitzsch GmbH nach eigenen Angaben etwa 600.000 Euro in die Hand und investiert noch einmal in den Stammsitz. "Wir haben den Vorteil, dass sich das Unternehmen vor Ort platzmäßig ausweiten kann. Dass sozusagen noch anliegende Grundstücksfläche vorhanden ist", sagt Hultsch. Immerhin sei es bereits der dritte Anbau.

Wenn alles nach Plan läuft, soll die neue Karosseriebau- und Aufbereitungshalle bis September fertig sein. "Hier findet vor allem eine vollautomatische, moderne Waschhalle Platz, die wir uns bereits länger wünschen. Bis jetzt wurden die Fahrzeuge alle noch per Hand gewaschen und aufbereitet", erklärt der 47-Jährige. So kamen sie zwar bislang auch gepflegt beim Kunden an. Aber mit der neuen Anlage wolle man künftig obendrein in Sachen Nachhaltigkeit punkten.

"Das Thema ist wichtig für uns. Wir arbeiten schon länger mit Fotovoltaik-Anlagen. Nun bauen wir darüber hinaus noch eine Wasseraufbereitung ein", erklärt Autohaus-Chef Thomas Elitzsch. Das spare Betriebskosten und schone die Umwelt.

Weniger Bewerbungen für eine Lehrstelle

Das Alles kommt nicht von ungefähr. An den acht Standorten des Unternehmens setze man seit ein paar Jahren auch verstärkt auf E-Mobilität. "Das ist ein großes Thema für uns und die Kundschaft. Die Nachfrage ist im Privatkundenbereich bereits gewachsen. Auch für Firmenkunden ist es interessant. Das Thema ist jedenfalls auf dem Vormarsch", sagt Marko Hultsch.

Ganze 27 Jahre lang ist er schon in der Firma, hat über die Zeit viele Veränderungen mitgetragen. "Ich freue mich aber immer noch, dass wir so viele Lehrlinge ausbilden, obwohl es auch in unserer Branche leichte Abstriche gibt", erzählt er. Hätten sich sonst im Schnitt an die 30 junge Leute bei ihm beworben, seien es in diesem Jahr nur 15. "Das kann aber corona-bedingt sein. Man hat ein bisschen den Eindruck, dass einige das Schuljahresende verschlafen", meint Marko Hultsch. Dennoch könne man zufrieden sein. Die Firma bildet in den Bereichen Karosserie-Klempner, Automechatroniker und Büromanagement aus.

Fast 400 Mitarbeiter an acht Standorten

Eigentlich hätte man im vergangenen Jahr das 100. Jubiläum von Auto Elitzsch gern richtig groß gefeiert. Doch das fiel der Corona-Pandemie zum Opfer. Dabei gibt es wirklich Grund zur Freude. Mittlerweile acht Standorte gehören zum Unternehmen, und zwar in Kamenz, Hoyerswerda, Radeburg, Görlitz, Löbau, Zittau, Neustadt (Sa.) und Niesky. In Ostsachsen ist Elitzsch mit den Marken Volkswagen, Audi, Seat und Skoda flächendeckend vertreten.

Schon 1920 gründete Hermann Elitzsch in Kamenz eine Reparaturwerkstatt für Fuhrwerke aller Art. Nach Hans und Frank Elitzsch führt Thomas Elitzsch heute die Geschäfte in vierter Generation, gemeinsam mit Kompagnon Uwe Simmang. Aktuell stehen 382 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei ihnen in Lohn und Brot. Etwa 75 sind es allein am Stammsitz in Kamenz.

Weiterführende Artikel

Schlaflose Nächte für Autohaus-Chefs

Schlaflose Nächte für Autohaus-Chefs

Finanzkrise, Dieselskandal und nun auch noch Corona: Wie ein Kamenzer Familienunternehmen durch harte Zeiten kommt.

Was ist heute im Landkreis Bautzen wichtig? Das erfahren sie täglich mit unserem kostenlosen Newsletter. Jetzt anmelden.

Mehr Nachrichten aus Bautzen lesen Sie hier.

Mehr Nachrichten aus Bischofswerda lesen Sie hier.

Mehr Nachrichten aus Kamenz lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Kamenz