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Kamenz

Besondere Ehrung für Pulsnitzerin

Kulturring-Chefin Sabine Schubert wurde am Montag mit dem Maecenas-Preis ausgezeichnet. Sie steht damit in einer Reihe berühmter Persönlichkeiten.

Seit vielen Jahren leitet Sabine Schubert das Rietschel-Haus in Pulsnitz. Jetzt wurde sie für ihr Engagement ausgezeichnet.
Seit vielen Jahren leitet Sabine Schubert das Rietschel-Haus in Pulsnitz. Jetzt wurde sie für ihr Engagement ausgezeichnet. © Matthias Schumann

Pulsnitz/Dresden. Sabine Schubert aus Pulsnitz ist am Montag in der Sächsischen Staatskanzlei in Dresden mit der Maecenas-Ehrung des Arbeitskreises selbständiger Kultur-Institute e.V. (AsKI) für die Förderung des Kulturlebens in der Oberlausitz ausgezeichnet worden. Der AsKI mit Sitz in Bonn verleiht seit 1989 die undotierte Maecenas-Ehrung zur Würdigung herausragenden privaten Handelns in der Gegenwart. "Mit der Auszeichnung Sabine Schuberts würdigt die Jury erstmals besonderes kulturelles Engagement, bei dem ohne großes Vermögen Einzigartiges bewirkt wurde", heißt es in einer Pressemitteilung der sächsischen Staatskanzlei

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1991 gründete Sabine Schubert in Pulsnitz den Ernst-Rietschel-Kulturring. Dieser Verein organisierte von 1991 bis 2013 den Ernst-Rietschel-Kunstpreis für Bildhauerei. 2005 gelang es Sabine Schubert als Vorsitzende des Kulturrings, das Geburtshaus Rietschels zu erwerben und dort ein Museum einzurichten. Seit dieser Zeit gibt es eine enge Zusammenarbeit mit den Staatlichen Kunstsammlungen und der Kunsthochschule in Dresden.

Kunstverein gegründet und zwei Museen gerettet

2013 gründete Sabine Schubert die Kultur und Tourismus Pulsnitz GmbH, die sie bis zu ihrem Renteneintritt 2017 führte. Es gelang ihr, zwei kleine Museen - das Stadtmuseum und das Pfefferkuchenmuseum - unter diesem Schirm zu retten. 2012 erwarb sie aus einer privaten Erbschaft einen ehemaligen Supermarkt in Pulsnitz und gründete dort den Ostsächsischen Kunstverein, so dass in dem kleinen sächsischen Ort nun eine lebendige Kulturszene existiert. Etwa 80 Sonderausstellungen wurden seitdem realisiert. Als Vorsitzende des Stiftungsrats der Stiftung Kunst und Kultur Schloss Königshain setzt sie sich weiterhin für eine nachhaltige Kulturförderung in ihrer Heimat ein.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) würdigte die Leistungen von Sabine Schubert mit folgenden Worten: "Sabine Schubert steht beispielhaft für das Mäzenatentum in Sachsen, für Kreativität und Tatkraft. Ich bin tief beeindruckt und unglaublich dankbar, was sie in und für Pulsnitz und die ganze Region zur Förderung von Kunst und Kultur bewegt hat".

Ein Anziehungspunkt für Kunstfreunde

Auch die sächsische Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU) schloss sich den Glückwünschen an: "Sabine Schubert gelingt es immer wieder, Menschen zu begeistern und zusammenzubringen. Sie findet Mittel und Wege, um Bleibendes in Gang zu bringen und zu halten. Sie hat in ihrem ländlichen Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien ein Netzwerk geschaffen, das bis in die Landeshauptstadt und weit darüber hinaus ausstrahlt. Mit Sachkunde und Energie, mit Verwurzelung in der Region und mit großem Vermögen – nicht im materiellen, sondern im geistigen Sinne – hat sie Vorbildliches geschaffen". Damit sei Pulsnitz nicht nur als Heimat des Bildhauers Ernst Rietschel und der Pfefferkuchen bekannt, sondern werde hoffentlich bald wieder ein Anziehungspunkt für Kunstfreunde aus Nah und Fern.

Der Verein AsKI ist ein Verbund von 38 national und international angesehenen, selbständigen Kulturinstituten, die in besonderem Maße Qualität und Vielfalt des kulturellen Deutschland repräsentieren. Der AsKI ist unter anderem Träger des Museum Casa di Goethe in Rom. Bekannte bisherige Preisträger sind unter anderem Monika Schoeller, Sylvia und Friedrich von Metzler, Karin und Uwe Hollweg, Paul Sacher, Anne-Sophie Mutter, Prinz Michael von Sachsen-Weimar-Eisenach, Dr. Arend Oetker oder Henri Nannen. (SZ)

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