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Kreis Bautzen: So teuer ist der Hund

Wie viel Hundehalter für ihr Tier zahlen müssen, hängt vom Wohnort ab. Ein Vergleich im Landkreis zeigt große Unterschiede.

Er ist der liebste Freund des Menschen. Doch auch für den Hund müssen Halter Steuern zahlen und die unterscheiden sich im Kreis Bautzen erheblich.
Er ist der liebste Freund des Menschen. Doch auch für den Hund müssen Halter Steuern zahlen und die unterscheiden sich im Kreis Bautzen erheblich. © SZ/Uwe Soeder

Bautzen/Bischofswerda. Die Hundesteuer in Bischofswerda wird zum kommenden Jahr erhöht. Diese Nachricht löste in den sozialen Netzwerken Empörung aus. „Das ist schon eine Frechheit“, schrieb Antje Teschner über Facebook. Und Nicole Günther erklärte: „Na super. Aber etwas getan, wird hier trotzdem nichts. Ein Platz für die Hunde wäre super.“

Ab 2021 müssen Hundebesitzer sechs Euro mehr im Jahr für ihren vierbeinigen Freund bezahlen. Für den zweiten Hund werden künftig 108 statt 99 Euro fällig. Und für gefährliche Hunde erhöht sich der Betrag auf insgesamt 540 Euro. Doch wie viel Geld müssen die Hundebesitzer anderswo im Landkreis Bautzen bezahlen? Sächsische.de hat bei den Großen Kreisstädten nachgefragt.

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In welcher Stadt ist die Hundesteuer am höchsten?

Für den ersten Hund bezahlen neben den Bischofswerdaer Hundebesitzern die Bautzener am meisten. 72 Euro sind im Jahr für einen Hund fällig. In Radeberg und Hoyerswerda beträgt die Hundesteuer 51 Euro im Jahr. Am niedrigsten ist sie in Kamenz. Dort bezahlen die Besitzer nur 48 Euro.

Anders sieht es bei der Steuer für den zweiten Hund aus. Wer in Radeberg zwei Hunde besitzt, zahlt insgesamt 123 Euro. In Hoyerswerda werden 130 Euro fällig, in Kamenz 144 Euro und in Bautzen 156 Euro. Am meisten bezahlt man in Bischofswerda. Insgesamt 180 Euro müssen Besitzer zweier Hunde an die Stadt zahlen.

Wann sind Hundebesitzer von der Steuer befreit?

Diese Regelung ist in allen fünf Städten gleich. Für Hunde, die taube, blinde oder sonst hilflose Personen unterstützen, muss keine Steuer gezahlt werden. Diensthunde der Landes- und Bundesbehörde, des Rettungsdienstes und des Katastrophenschutzes sind ebenfalls von der Steuer befreit – genau wie Hunde, die im Wachdienst eingesetzt werden. Gleiches gilt für Hunde, die aus Gründen des Tierschutzes vorübergehend in Tierasylen untergebracht sind.

Welche Hunderassen gelten als gefährlich?

Bei der Definition gefährlicher Hunde halten sich die fünf Städte an die sachsenweite Verordnung. Dort werden die Rassen American Staffordshire Terrier, Bullterrier, Pitbull Terrier und deren Kreuzungen als gefährlich eingestuft.

Für diese gefährlichen Hunde gelten höhere Steuersätze. Besitzer solcher Rassen müssen in Bischofswerda am meisten zahlen: 540 Euro. Am wenigsten verlangt auch hier Radeberg: 102 Euro.

Wie viele Hunde sind in den Städten angemeldet?

Am meisten Hunde sind in Hoyerswerda gemeldet. Insgesamt 1.571 Vierbeiner leben hier. Die wenigsten Hunde hat Bischofswerda mit 439. In Bautzen sind 1.153, in Radeberg 902 und in Kamenz 735 Hunde registriert.

Welche Zugeständnisse gibt es gegenüber Hundehaltern?

Viel machen die Städte nicht für die Hundebesitzer. In Bautzen gibt es seit Ende letzen Jahres 35 Hundekotbeutelspender. Bis Ende des Jahres kommen noch 17 weitere dazu. Außerdem gibt es auf der Website eine Übersichtskarte zu Hundeauslaufzonen in der Stadt.

In Radeberg und den Ortsteilen sind 22 Hundetoiletten aufgestellt. In Hoyerswerda sind es acht solcher Toiletten. „Zudem gibt es eine eingezäunte Hundewiese“, erklärt Corinna Stumpf von der Stadtverwaltung.

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