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Kamenz

Crostwitz: Gedenken an gefallene Soldaten

Am Mittwoch wurde an die Kämpfe während der letzten Tage des zweiten Weltkriegs in der sorbischen Region gedacht - in kleinem Kreis.

Dawid Statnik, Diana Schäfer, Marko Kliman, Zala Ziesch und Katharina Jurk (v. l.) nahmen an der Ehrung am Denkmal in Crostwitz teil
Dawid Statnik, Diana Schäfer, Marko Kliman, Zala Ziesch und Katharina Jurk (v. l.) nahmen an der Ehrung am Denkmal in Crostwitz teil © Clemens Škoda

Crostwitz. Auf dem Fulksberg in Crostwitz wurde am Mittwoch den im zweiten Weltkrieg gefallenen polnischen Soldaten gedacht. In den letzten Apriltagen 1945 war es zwischen Elstra, Panschwitz-Kuckau und Horka zu schweren Kämpfen gekommen, denen etwa 2.000 Soldaten der polnischen Armee zum Opfer fielen. Ihnen zu Ehren wurde 1980 das weithin sichtbare Denkmal errichtet.

Immer am 28. April kommen Touristen und Delegationen mit Kriegsveteranen aus Polen zu diesem Denkmal, um ihre gefallenen Landsleute zu ehren. Aufgrund der Corona-Pandemie gab es dieses Jahr, wie auch schon im vergangenen, nur ein Gedenken im kleinen Kreis. Der Referent der Domowina für Kultur und Ausland Clemens Schkoda wird den verhinderten Gästen aus Polen Fotos schicken.

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Der Crostwitzer Bürgermeister Marko Klimann betonte bei der Ehrung am Mittwoch, dass 76 Jahre nach Ende des zweiten Weltkrieges die Gefahr bestehe, dass das Denkmal lediglich zu einem markanten Punkt in der Landschaft wird. "Unsere Aufgabe für die Zukunft sollte sein, die Erinnerung an die Grausamkeiten der Kriege grundsätzlich und an die Verbrechen des Nationalsozialismus im Besonderen wieder aktiver ins Gedächtnis zu rufen", sagte er. (SZ)

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