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Dafür will Elstra dieses Jahr Geld ausgeben

Kita-Erneuerung, barrierefreie Bushaltestellen, Herrenhaus-Sanierung – die Stadt will rund 1,5 Millionen Euro investieren. Das sind die größten Projekte.

Die Vorschüler Luke, Jonas, Nils und Joel (v.l.) sowie Erzieherin Antje Kühne freut es: Die Außenfassade ihrer Kita Grüner Weg in Elstra soll in diesem Jahr saniert werden.
Die Vorschüler Luke, Jonas, Nils und Joel (v.l.) sowie Erzieherin Antje Kühne freut es: Die Außenfassade ihrer Kita Grüner Weg in Elstra soll in diesem Jahr saniert werden. © Matthias Schumann

Elstra. Die Stadt Elstra weiß ganz genau, in welchen Bereichen in diesem Jahr investiert werden soll. Der Entwurf des Haushaltsplanes für 2021 steht, wurde von den Stadträten befürwortet, und die Bürger können ihn bei Interesse einsehen. Insgesamt plant die Stadt Investitionen in einer Höhe von 1,56 Millionen Euro. Demgegenüber stehen Fördergelder, Einnahmen aus Verkäufen und Schlüsselzuweisungen vom Land in Höhe von einer Millionen Euro.

Kämmerer Steffen Wustmann ist zufrieden. Man müsse keinen neuen Kredit aufnehmen, und auch mit einer Pro-Kopf-Verschuldung von 128 Euro liege man weit unter dem Punkt, wo es kritisch wird. „Der Haushalt ist ausgeglichen, und wir stehen gut da“, sagt er gegenüber Sächsische.de.

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Wichtig für die Bürger: Es gibt keine Erhöhung der Grundsteuer. „Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer sind für uns schwer zu planen, auch wegen eventuellen Ausfällen aufgrund von Corona“, schätzt der Kämmerer ein. Doch wofür will Elstra in diesem Jahr Geld ausgegeben? Sächsische.de nennt die wichtigsten Investitionen.

Fassade der Kita wird saniert

In der Kindertagesstätte Grüner Weg in Elstra steht eine Sanierung des Gebäudes auf dem Plan. Das betrifft das Haus mit der Krippe und dem Kindergarten wie auch das Hortgebäude. Die Außenfassade muss komplett neu gemacht werden. Erst kommt die alte Dämmung runter, dann eine neue drauf. Es folgen das Verputzen und ein neuer Anstrich. Die Planer rechnen mit einer Investitionssumme von etwa 125. 000 Euro.

Barrierefreie Bushaltestellen entstehen

Eine enorme Summe soll in diesem Jahr für drei Bushaltestellen ausgegeben werden. Insgesamt stehen 320.000 Euro im Planentwurf der Stadt. Es ist vorgesehen, die Haltestellen in den Ortsteilen Prietitz, Rauschwitz und Gödlau barrierefrei zu gestalten. Die Stadt hofft dabei auf eine Förderung von 90 Prozent. Nur wenn das Geld fließt, kann die Maßnahme letztlich auch umgesetzt werden.

Grund- und Oberschule erhalten digitale Ausstattung

Die Corona-Pandemie hat es gezeigt: Ohne eine ausreichende digitale Ausstattung der Schulen ist Lehren und Lernen für alle Beteiligten ganz schwierig. Elstra will insgesamt 223.000 Euro aus dem Digitalpakt in die Grund- und die Oberschule investieren. 102.000 Euro entfallen auf die Grundschule, 121.000 Euro auf die Oberschule. Geplant ist die Vernetzung innerhalb der Gebäude, die Anschaffung digitaler Tafeln und PCs sowie Tablets. Diese Investition wird zu 100 Prozent vom Bund gefördert.

Foyer des Herrenhauses Prietitz wird saniert

Bereits im September vergangenen Jahr begann die Sanierung des Herrenhauses im Ortsteil Prietitz. Geplant ist, das Foyer und die Räume des Jugendclubs in Ordnung zu bringen. Die Baumaßnahme kostet insgesamt rund 363.000 Euro. Ein großer Teil davon kommt über Fördermittel der Leader-Region Westlausitz. Über einen Bescheid in Höhe von rund 265.000 Euro konnte sich die Stadt im Mai letzten Jahren freuen. Den Rest, rund 82.000 Euro, steuert die Kommune bei.

Rauschwitz bekommt neues Baugebiet

Ebenfalls im vorigen Jahr wurde die Erschließung des Baugebietes am alten Bahnhof in Rauschwitz gestartet. Die Fläche des gesamten Baugebietes ist etwa 6.000 Quadratmeter groß. Sie bietet Platz für mehrere Wohngrundstücke, derzeit sind bereits vier vermessen. Außerdem verbessert die Stadt die Löschwasserversorgung in diesem Gebiet. Insgesamt 280.000 Euro sind für die Maßnahme eingeplant.

Gasthof Rauschwitz wird abgerissen

Vor zehn Jahren hat die Stadt den Traditionsgasthof Zum Hochstein in Rauschwitz erworben, aber nie einen Investor gefunden. Deshalb beschlossen die Räte, das Gebäude abzureißen. Das soll in diesem Jahr passieren. Rund 270.000 Euro wird der Abriss kosten – eine große Summe, die ohne Fördermittel nicht zu stemmen wäre. Ein entsprechender Fördermittelantrag wurde im November vorigen Jahres gestellt. Die Stadt rechnet mit einem 80-prozentigen Zuschuss aus dem Brachenbeseitigungsprogramm.

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