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Elstra plant ungewöhnliches Spielgerät

Bei einem Ideenwettbewerb für den Markt wurde eine Elster zum Klettern und Schaukeln vorgeschlagen. Ob sie entsteht, hängt vor allem von einer Sache ab.

So sieht die Spielecke derzeit auf dem Elstraer Markt aus. Daran soll sich etwas ändern.
So sieht die Spielecke derzeit auf dem Elstraer Markt aus. Daran soll sich etwas ändern. © René Plaul

Elstra. Sehr ruhig sieht es derzeit auf dem Elstraer Marktplatz aus. Bänke und Blumenkübel begrenzen die Fläche vor dem Rathaus. Nur die imposante, riesige Linde in der Mitte ist ein echter Blickfang. An der Ecke zur Lessinggasse liegen lange Balken, die zum Spielen für kleine Kinder gedacht sind – zum Balancieren und Klettern. Was einmal als alternative Spielidee gedacht war, lockt kaum noch jemanden an diesen Platz.

Das soll sich ändern, dachten sich die Mitglieder des Elstraer Stadtrates und Bürgermeister Frank Wachholz (Runder Tisch). Aus diesem Grund rief die Stadtverwaltung im April dieses Jahres zu einem Ideenwettbewerb auf. Dabei geht es vor allem darum, aus der Spielecke einen kleinen Spielplatz zu machen, der vielleicht auch mit ein paar touristischen Informationen zur Region verbunden werden kann.

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13 Vorschläge wurden eingereicht

Die Elstraer waren aufgefordert, ihre Ideen einzureichen. Bis Ende Mai hatten die Bewohner dafür Zeit. Als Vorgabe sollte berücksichtigt werden, dass es sich um einen Spielplatz für Kinder von null bis sechs Jahren handelt, also kein Abenteuerspielplatz.

Jetzt wurden die Vorschläge im Stadtrat vorgestellt. „Insgesamt haben uns 13 Varianten erreicht, einige davon mit einem Bezug zur Stadt“, zeigt sich der Bürgermeister zufrieden mit der Resonanz. Ein Vorschlag von einer Elstraer Familie mit einem fünfjährigen Jungen kam bei den Stadträten besonders gut an: Eine große Elster, die als Spiel- und Tobegerät dient.

Dieser Vorschlag von einer Elster als Spielgerät fand bei den Elstraer Stadträten Anklang. Die Idee reichte eine Familie aus der Stadt ein.
Dieser Vorschlag von einer Elster als Spielgerät fand bei den Elstraer Stadträten Anklang. Die Idee reichte eine Familie aus der Stadt ein. © Stadtverwaltung

Im Inneren der Elster ist ein Sandkasten, über eine Leiter kann man von dort auf den Rücken des Vogels klettern und über den Schnabel hinunterrutschen. Am Schwanz wird eine Schaukel befestigt. „Dieser Vorschlag hat den Charme, dass er mit der Stadt Elstra in Verbindung gebracht wird“, zeigt sich Stadtrat Matthias Schniebel (FDP) angetan.

Frank-Hermann Göpfert (CDU) beton, dass sich das Ganze auch ins Ensemble des Marktes einpassen solle, und dass Touristen einen Anlaufpunkt zum Ausruhen finden. Ähnlich sieht es auch Heiko Höhne (Runder Tisch). Er fasst die Eckpunkte knapp zusammen: „Es soll was Aktives dabei sein, einen Bezug zu Elstra haben und auch etwas für Touristen bieten“, sagt er. „Der Vorschlag mit der Spiel-Elster passt da gut.“

Idee für Wasserspielplatz verworfen

Die Idee eines Wasserspielplatzes, die es schon einmal vor Jahren gegeben hatte, wurde verworfen – es müsste ein Wasseranschluss her, und auch versicherungstechnisch sei dies schwierig zu realisieren. Letztlich sprach sich eine Mehrheit der Räte für die Elster aus.

Nachdem die Stadt eine Kostenschätzung für den Spielplatz erstellt hat, läuft jetzt der Fördermittelantrag. Ob diese Idee 1:1 umgesetzt werden kann, entscheidet letztlich auch der Tüv.

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