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Elstra: Wölfe reißen sechs Schafe

Schon zum zweiten Mal sind Tiere eines Rauschwitzers getötet worden. Jetzt hat er eine große Sorge.

Schafsbesitzer Conrad Böhm ist entsetzt. In der Nacht zum Dienstag wurden in Rauschwitz bei Elstra sechs seiner Schafe gerissen.
Schafsbesitzer Conrad Böhm ist entsetzt. In der Nacht zum Dienstag wurden in Rauschwitz bei Elstra sechs seiner Schafe gerissen. © Rocci Klein

Elstra. Ein regelrechtes Blutbad richteten mehrere Wölfe in der Nacht zum Dienstag in Rauschwitz bei Elstra an. Mehrere Tiere hatten sich an der Landstraße in Rauschwitz Zugang zu einem Schafsgehege verschafft und sechs der sieben Kamerun-Schafe getötet. "Fünf dieser Tiere wurden regelrecht zerfetzt und aufgefressen. Viel war von ihnen nicht mehr übrig", so Besitzer Conrad Böhm. Unter den toten Schafen waren fünf Lämmer.

Conrad Böhm fand die Tiere am Dienstagmorgen kurz nach 8 Uhr tot auf seinem Grundstück. Sie seien noch warm gewesen, also müssen die Wölfe am Morgen zugeschlagen haben. "Ich mache mir Sorgen wegen des brutalen Vorgehens der Tiere," sagte Böhm. Es sei für ihn weniger der finanzielle Schaden, als vielmehr die Angst, die sich nach diesem Angriff breitmacht. "Viele Kinder laufen morgens von Gödlau nach Rauschwitz zum Bus. Nicht mehr lange, dann ist es morgens noch dunkel. Nicht auszudenken, wenn dann dort ein Wolfsrudel unterwegs ist", so der Schafsbesitzer gegenüber Sächsische.de  

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Doppelter Zaun um die Koppel

Conrad Böhm hatte seine Schafsherde mit einem doppelten Zaun gesichert, der äußere ist 1,30 Meter hoch, der innere einen Meter. An einer Seite ist die Koppel von einem Bach begrenzt. Die Tiere können etwa 100 Meter laufen, haben also genügend Platz, so der Rauschwitzer. Gegenüber dem Schafhalter hat ein Gutachter der Fachstelle Wolf am Dienstag bestätigt, dass es ein Wolf war, der die Tiere getötet hat. "Am Mittwoch bekomme ich das Gutachten schriftlich", so Conrad Böhm.

Gegen 9.30 Uhr wurde die Wolfsstelle des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie von dem Angriff informiert. "Wir haben sofort einen Gutachter nach Rauschwitz geschickt", so Pressesprecherin Karin Bernhardt. Dieser hat sich die toten Tiere genau angesehen. "Die Merkmale lassen darauf schließen, dass Wölfe die Schafe gerissen haben", so Karin Bernhardt. Sie sagte aber auch, dass die Tiere nicht ausreichend geschützt gewesen seien.  

Bereits vor einem Jahr wurden schon einmal drei Schafe von Conrad Böhm gerissen. Allerdings wurde damals nicht bestätigt, dass der Wolf der Täter war.

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