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Eltern sauer über Kostümverbot in der Kita

In vielen Einrichtungen der Region Kamenz wurde am Dienstag Kinderfasching gefeiert. Doch nicht überall war das erwünscht.

Pfannkuchen gehören zum Kinderfasching dazu. Doch nicht überall wurde am Dienstag gefeiert.
Pfannkuchen gehören zum Kinderfasching dazu. Doch nicht überall wurde am Dienstag gefeiert. © dpa-Zentralbild

Kamenz/Elstra. Fasching ist für Kinder immer ein besonderer Höhepunkt – egal, ob es Corona gibt oder nicht. Sie wollen sich verkleiden, schminken lassen und mit anderen zusammen sein. Gerade kleinen Kindern sind Corona-Regeln nur schwer vermittelbar. Doch wie haben es die Kindertagesstätten mit der Faschingstradition gehalten? Wurde in der Einrichtung gefeiert?

In den Kitas wurde dieser Tag ganz unterschiedlich verbracht. „Bei uns sind die Mädchen und Jungen mit Kostüm in die Einrichtung gekommen. Geschminkt wurden sie von den Eltern zu Hause“, sagt Silke Horn-Hechel von der Kita Spatzennest in Pulsnitz. Es wurde in jeder einzelnen Gruppe gefeiert, wie es die Corona-Regeln vorschreiben, es gab Pfannkuchen und Musik. „Ich finde es wichtig, dass mal nicht das Thema Corona in den Vordergrund gerückt wird, sondern dass Kindern einfach feiern können“, begründet sie die Entscheidung.

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Ähnlich sieht es auch Madeleine Lindenau, die Leiterin der Kita Wirbelwind in Laußnitz. Dort wurde Fasching ganz normal in den einzelnen Gruppen gefeiert. „Und es wurde von allen gut angenommen“, sagt die Leiterin.

Ohne Kostüm in die Kita

Ganz anders war die Situation in der Kita Elsternest in Elstra. Eine Mutter (Name der Redaktion bekannt), deren Kind in die Einrichtung geht, schrieb dazu am Dienstag an Sächsische.de. „In unserem Kindergarten wurde es strikt verboten, dass die Kinder Fasching feiern dürfen. Sie durften kein Kostüm anziehen und auch nicht geschminkt werden“, schreibt die Mutter. Es sei absolut verständlich, dass nicht alle Gruppen zusammen feiern können, aber innerhalb der Gruppe müsse es doch möglich sein.

Begründet wurde die Entscheidung der Kita, dass die Kinder sich nach der langen Zeit zu Hause erst einmal wieder finden sollen. „Mein Sohn war heute früh sehr traurig, dass er sich nicht verkleiden durfte, während die große Schwester im Kostüm in die Schule ging“, schreibt die Mutter weiter. Die Kita-Leitung bestätigte auf Anfrage die Maßnahme. "Aufgrund der vorliegenden Hygienekonzepte hat sich das Team dazu entschieden, den Tag mit Freude und Spaß auch ohne Kostüme zu verbringen", so die Leiterin.

In der Mehrzahl der Kamenzer Kitas wurde Fasching in Kostümen und geschminkt gefeiert, allerdings nur in den jeweiligen Gruppen. Das bestätigt Thomas Käppler, Pressesprecher der Stadtverwaltung. Es gebe aber auch Einrichtungen, wo man sich gemeinsam mit den Eltern darauf verständigt habe, zu einem späteren Zeitpunkt ein Kostümfest zu feiern. „Letztlich musste jede Leiterin einer Einrichtung selbst entscheiden, ob in ihrer Kita Fasching gefeiert wurde“, so Thomas Käppler.

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