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Kamenz

Eine Stimme für Menschen mit Handicap

Der Kamenzer Rat wird kommende Woche über einen Behinderten-Beauftragten entscheiden. Menschen mit Behinderung sollen so besser unterstützt werden.

Menschen mit Handycap haben es nicht immer leicht im Leben. In Kamenz soll sich jetzt ein Beauftragter um ihre Sorgen kümmern.
Menschen mit Handycap haben es nicht immer leicht im Leben. In Kamenz soll sich jetzt ein Beauftragter um ihre Sorgen kümmern. © Matthias Weber/photoweber.de

Kamenz. In Kamenz soll sich bald ein Beauftragter um die Sorgen von Menschen mit Behinderung kümmern. Den Antrag dazu stellte die Wählervereinigung Kamenz und Ortsteile (WV). Der Beauftragte soll ehrenamtlich arbeiten und den Kontakt zum Rat und der Stadtverwaltung halten. Ziel sei es, gemeinsam Lösungen zu finden, damit Menschen mit Handicap besser durchs Leben kommen.

In anderen Städten gebe es bereits solche Beauftragte. Damit könne die Verwaltung entlastet und vielen Menschen geholfen werden, so Jens Krüger (WV). Wichtig sei es bestehende Mängel abzubauen und bei städtebaulichen Vorhaben auf Barrierefreiheit zu achten. So könnten Stolperfallen oder manche hinderliche Stufe schneller beseitigt werden.

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Auch die Bürger sollen sensibilisiert werden. „Immer öfter sieht man zugeparkte Behindertenparkplätze oder rücksichtsloses Verhalten im Alltag“, kritisiert die Wählervereinigung.

Auch Integration von Asylsuchenden soll gefördert werden

Die Linke brachte in der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses noch einen Änderungsantrag in die Diskussion. So könnte das Ehrenamt noch für eine weitere Personengruppe erweitert werden - auf Menschen mit Migrationshintergrund, um die Integration von Asylsuchenden zu fördern. 

Er verstehe das Anliegen, so Oberbürgermeister Roland Dantz und es sei ehrenwert. Aber schwierig diese beiden Themen miteinander zu verbinden. Eine Mehrheit des Sozialausschusses schätzte das ähnlich ein. Er unterstütze aber das Anliegen der Linken, so Roland Dantz. Das signalisierten auch andere Stadträte. Der Vorschlag der Linken soll nun in einem separaten Antrag beraten werden.

In der kommenden Woche, am Mittwoch, wird der Stadtrat erst einmal über das Ehrenamt eines Behindertenbeauftragten entscheiden. Bereits im Sozialausschuss war die Zustimmung groß. Das ist auch für den Rat zu erwarten. (SZ/ha)

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