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In Kamenz wird die Kita teurer

Ein Stadtratsbeschluss mildert den Anstieg zwar etwas ab. Doch vor allem für Krippenkinder müssen die Eltern tiefer in die Tasche greifen.

Eltern in Kamenz müssen sich im ab kommendem Jahr auf höhere Kitabeiträge einstellen.
Eltern in Kamenz müssen sich im ab kommendem Jahr auf höhere Kitabeiträge einstellen. © Matthias Schumann

Kamenz. In Kamenz müssen Eltern ab dem kommenden Jahr mit höheren Beiträgen für die Kindertagesstätten rechnen. Hintergrund ist ein früherer Beschluss des Stadtrates, die Gebühren bei steigenden Betriebskosten, automatisch anzuheben. Die Stadtverwaltung informierte jetzt den Kultur- und Sozialausschuss darüber, dass das nun erneut zu erwarten ist. Die Mitglieder nahmen das Papier kommentarlos zur Kenntnis.

Maßgeblich ist für den aktuellen Preisschub die Veränderung der Kosten von 2018 auf 2019. Im Krippenbereich ist der Anstieg am deutlichsten.  Lagen zum Beispiel die Kosten für einen Krippenplatz vor zwei Jahren noch bei 1.122 Euro, waren es im Vorjahr 1.253.  Von dem Mehraufwand sollen die Eltern zumindest einen Anteil übernehmen. 

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Ursache seien insbesondere die zusätzlichen pädagogischen Vorbereitungs- und Nachbereitungszeiten für das Fachpersonal in der Krippe. Leichte Steigerungen gibt es auch im Kindergarten und Hort. Stadtsprecher Thomas Käppler räumte bereits in der Vergangenheit ein, dass die Kostensteigerungen beim Lohn der Mitarbeiter eine Hauptursache seien. Letztlich wolle die Stadt aber auch gut ausgebildete und motivierte  Mitarbeiter.

Gebührenbremse mildert Aufschlag

Allerdings legt die Stadt nicht die kompletten Mehrkosten auf die Eltern um. Der Anteil darf zehn Prozent nicht überschreiten. Das hatte der Stadtrat beschlossen, um zwar auf steigende Kosten zu reagieren, aber die Mehrausgaben für die Eltern zumindest zu drosseln. Was bedeutete das? Gerade bei der Krippe fällt der Aufschlag trotz Preis-Bremse  erheblich aus.

Für Familien sind es bei einer Betreuung von neun Stunden zum Beispiel monatlich fast 22 Euro mehr für das erste Kind. Der Beitrag steigt also von 219 auf 241 Euro im Monat. Ohne Gebührenbremse wären es noch etwa zehn Euro mehr gewesen. Im Kindergarten zahlt die Familie bei neun Stunden 6,10 Euro mehr,  im Hort (sechs Stunden) 3,20 Euro.   (SZ/ha)

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