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Kamenz: Darum fällt das Advents-Spectaculum aus

Die Organisatoren haben jetzt entschieden, dass der Märchen-Markt abgesagt wird. Die Stadtverwaltung prüft, ob etwas Weihnachtsflair auf andere Art möglich ist.

Das Kamenzer Advents Spectaculum fällt in diesem Jahr wegen Corona aus. Auf dem engen Areal am Malzhaus wären Abstandsregelungen nicht möglich.
Das Kamenzer Advents Spectaculum fällt in diesem Jahr wegen Corona aus. Auf dem engen Areal am Malzhaus wären Abstandsregelungen nicht möglich. © Archivfoto: Matthias Schumann

Kamenz. Das Advents-Spectaculum in Kamenz fällt in diesem Jahr der Corona-Krise zum Opfer. Das haben die Organisatoren am Dienstag mitgeteilt. Lange hatten die Interessengemeinschaft, das Museum der Westlausitz und die Stadtverwaltung überlegt und abgewogen, ob und wie die vorbereitungsintensive und finanziell aufwendige Veranstaltung im Dezember stattfinden kann

Denn seit vielen Jahren gehört das märchenhafte Advents-Spectaculum fest zur Kamenzer Adventszeit. Tausende Besucher – vor allem Familien mit Kindern – erfreuen sich stets an dem vielfältigen Kulturprogramm und suchen den engen Kontakt zu Darstellern und Akteuren auf dem Festgelände. Allein über 30 Märchen- und Weihnachtsfiguren sind in der Regel eingebunden.

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Auch die Centrum Galerie ist mit vielen internationalen Marken und lokalen Händlern bei der langen Nacht des Shoppings dabei.

Auf Nähe angelegtes Konzept geht nicht auf

"Die weiter andauernde Corona-Pandemie schränkt viele Rahmenbedingungen stark ein. Notwendige Abstands- und Hygieneregeln machen das bisherige, sehr erfolgreiche und auf viel Nähe ausgelegte Veranstaltungskonzept quasi unmöglich", so Stadtsprecher Thomas Käppler. So wäre auch die Weihnachtsmann-Sprechstunde nicht in der üblichen Art durchführbar gewesen. "Eine wie auch immer geartete Alternative an dieser Stelle würde die Erwartungshaltung der Eintritt zahlenden Gäste nicht erfüllen können. Die Hauptakteure möchten solche Enttäuschungen vermeiden", heißt es.

Künstler und Bands brauchen Sicherheit

Um Risiken und Schäden abzuwenden, musste nun doch recht schnell eine Entscheidung getroffen werden: Die geplante 17. Auflage wird auf das kommende Jahr verschoben. "Auch wir sind alle sehr traurig über die Entscheidung, doch wir wissen um die arbeitsintensiven Wochen und Tage vorher", so Steffen Lorenz von der IG Spectaculum. Mit der aktuellen Ungewissheit, wie es in 13 Wochen aussieht, könne keiner arbeiten. Vor allem auch die gebuchten Künstler und Musiker bräuchten Sicherheit. "Man kann sie nicht hinhalten, wenn sie eventuell andere Engagements bekommen könnten und durch uns dann Ausfälle haben", so Lorenz. 

Alternative Standfläche für Händler im Zentrum?

Derzeit werde noch geprüft, ob man zumindest für die Händler eine alternative Standfläche in der Adventszeit im Bereich Marktplatz und/oder Schulplatz anbieten kann, wo im Rahmen der geltenden Regelungen der städtischen Marktsatzung, aber ohne flankierendes Unterhaltungsprogramm, weihnachtliche Produkte verkauft werden. "Vielleicht kann zumindest so ein bisschen Weihnachtsmarkt-Stimmung aufkommen", heißt es aus der Stadtverwaltung.

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