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Kamenz: Ärger um Straßenbau

Im Osten der Stadt werden holprige Betonstraßen saniert. Die Verkehrsführung sorgt für Unmut. Die Stadt weist die Kritik zurück.

Blick auf die Blücherstraße in Kamenz: In Kamenz-Ost werden Straßen saniert. Eine Anwohnerin kritisiert fehlende Umleitungs-Hinweise für die Kraftfahrer.
Blick auf die Blücherstraße in Kamenz: In Kamenz-Ost werden Straßen saniert. Eine Anwohnerin kritisiert fehlende Umleitungs-Hinweise für die Kraftfahrer. © Steffen Unger

Kamenz. Straßenbau und Ärger bei den Anwohnern liegen oft nah beieinander. Derzeit werden in Kamenz-Ost alte bröckelnde Betonstraßen saniert. Sie bekommen in einem Spezialvefahren eine Asphaltschicht. In drei Straßen investiert die Stadt immerhin rund 120.000 Euro: in die Andreas-Günther-Straße, die Schillstraße und die Blücherstraße. Sie stehen derzeit bei der Stadt Kamenz ganz oben auf der Prioritätenliste.

Natürlich sind viele Anwohner froh, dass sich am Straßenzustand etwas tut. Doch es gibt auch Unmut wie bei Sächsische.de-Leserin Veronika Zschorlich. Sie ärgert sich nicht wegen der Bauarbeiten direkt, sondern wegen der Beschilderung. "Durch die Baustelle in der Schillstraße ist eine Umleitung über die Arndtstraße, Fichtestraße bis zur Andreas-Günther-Straße erfolgt", sagt sie. 

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Die sei aus ihrer sich nicht durchdacht. So würden Autofahrer in durch den Bau entstandenen Sackgassen irrlichtern: "Es gibt kein Hinweisschild für die Umleitungsstrecke, noch sonst einen Hinweis über die Umleitungsroute. Ich wohne in der Arndtstraße und sehe es mehrmals täglich, wie die Fahrzeuge verkehrt fahren." Und dann rückwärts herumkurven, um aus der Sackgasse zu kommen. 

Sie habe das Ordnungsamt informiert. Doch passiert ist bisher nichts, weil es offenbar gar nicht vorgesehen ist. Eine ordentliche Umleitung-Beschilderung wäre aber dringend nötig, merkt die Anwohnerin an. Zugleich zweifelt sie mit starken Worte an der Kompetenz der Verantwortlich oder fehle es am Geld?

Autofahrer sollten sich an Regeln halten

Wohl weder noch. "Es sind drei Bauabschnitte geplant. In dem Bereich ist aus Sicht der Stadt hauptsächlich Anliegerverkehr zu verzeichnen", sagt Stadtsprecher Thomas Käppler aus Nachfrage von Sächsische.de. "Eine Umleitungs-Beschilderung für das Ärztehaus wurde angeordnet und auch gestellt. Auf eine großräumige Umleitung wurde verzichtet." Außerdem heißt es aus dem Rathaus, dass an allen relevanten Straßeneinfahrten das Sackgassenschild stehe und beim Zugang zur Fichtestraße ab Geschwister-Scholl-Straße ein Sackgassenschild schon seit der Schließung der Trasse vorhanden sei. Aber vielleicht sind doch mehr ortsunkundige Kraftfahrer unterwegs als bisher angenommen?

Die Stadt sieht das nicht so. Es habe Gespräche mit Bewohnern gegeben. Die hätten den Eindruck der Stadt bestätigt, dass auf den gesperrten Straßen insbesondere die Anwohner unterwegs seien: Und da "kann man sicher erwarten, dass diese ohne Umleitungsführung zu ihren Wohnungen finden", sagt Käppler. Prinzipiell sollten sich die Fahrzeugführer einfach an die Verkehrsregeln halten und die Verkehrszeichen lesen. Den Kritikern bleibt ein Trost: Der Straßenbau soll bis 2. Oktober beendet sein. Dann kann der Verkehr wieder normal rollen - auf frischem Asphalt und ohne Holperstellen.

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