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Königsbrück erhöht die Hundesteuer

Besitzer von Vierbeinern müssen ab diesem Jahr mehr zahlen. Das hat nicht nur einen Grund.

Diese beiden Hunde sind angemeldet, tragen dementsprechend eine Marke. In Königsbrück wurde die Hundesteuer jetzt erhöht.
Diese beiden Hunde sind angemeldet, tragen dementsprechend eine Marke. In Königsbrück wurde die Hundesteuer jetzt erhöht. © Symbolfoto: dpa

Königsbrück. Hunde gehören in den Städten und schon gar in ländlich geprägten Regionen zum Straßenbild. Mal sind sie Gefährte, mal Spielkamerad, mal Wachhund. Und sie kosten Geld. Da sind zum einen die Kosten für das Futter und zum anderen die Hundesteuer. Diese Steuer erhebt jede Kommune selbst, orientiert sich dabei aber auch an den Summen, die in der Region gelten. Jetzt hat die Stadt Königsbrück die Hundesteuer erhöht, und das in nicht unerheblichem Maß. Bis fast das Doppelte müssen Hundebesitzer künftig für ihren Liebling bezahlen.

Die größte Steigerung ist bei der sogenannten Zwingersteuer zu verzeichnen. Dabei handelt es sich um eine Steuer, die diejenigen bezahlen müssen, die eine Hundezucht betreiben. Dort erhöht sich der Betrag von 77 Euro auf 150 Euro pro Jahr.

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Finanzsituation der Stadt ist prekär

Steigerungen wurden auch bei den anderen Kategorien beschlossen. So sind jetzt für den ersten Hund statt 46 Euro 70 Euro zu bezahlen, für den zweiten Hund statt bisher 77 Euro 140 Euro und für jeden weiteren 180 Euro statt 102 Euro. Neue Steuern gibt es auch für gefährliche Hunde. So sind für den Ersten 380 Euro (bisher 256 Euro) und für den Zweiten 525 Euro (bisher 358 Euro) fällig.

Hauptgrund für die Erhöhung der Steuer ist die angespannte Finanzlage der Stadt Königsbrück. "Wir sind in der Haushaltskonsolidierung und damit angehalten, Einnahmen und Ausgaben kritisch zu hinterfragen und auf den Prüfstand zu stellen sowie entsprechend zu reagieren", erklärt Königsbrücks Bürgermeister Heiko Driesnack (CDU). Von der Gesellschaft, die die Stadt berät, kam aus diesem Grund der Vorschlag, die Hundesteuer zu erhöhen. Diesem Vorschlag schloss sich letztlich der Stadtrat mehrheitlich an. Ein Argument war auch, dass es seit 2003 keine Erhöhung gegeben hat.

Um den Beschluss gibt es Diskussionen

Mit der Erhöhung der Hundesteuer kann die Stadt im Jahr 2021 Mehreinnahmen von rund 5.000 Euro erzielen. In Königsbrück mit den Ortsteilen Röhrsdorf und Gräfenhain gibt es aktuell 200 Besitzer mit einem Hund. In 19 Fällen gibt es einen Zweithund, in einem Fall einen dritten. Gefährliche Hunde sind nicht registriert. Einmal muss die Zwingersteuer erhoben werden. Bei dieser Auflistung sind nur die Hunde registriert, die auch bei der Stadtverwaltung angemeldet wurden.

Nicht ohne Diskussionen ging es in der Stadtratssitzung zu diesem Thema ab. So fragten vor allem Vertreter aus den Ortsteilen, ob man nicht unterscheiden müsse, ob es sich bei dem Hund um einen Wachhund für ein Grundstück handele. Gerade auf dem Land sei dies oft angebracht, und man müsse eine Unterscheidung bei der Steuer machen, war die Argumentation. Letztlich setzte sich dies nicht durch, und so gilt ab diesem Jahr die neue Hundesteuer für alle gleich.

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