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Laußnitz: Gemeindeamt in neuen Räumen

850.000 Euro wurden in die Sanierung eines Gebäudes im Ortszentrum investiert. Davon profitieren auch Wohnungsmieter und Patienten einer Arztpraxis.

Der Laußnitzer Bürgermeister Joachim Driesnack, Sekretärin Angela Brückner und Projektverantwortliche Marlis Trepte (r.) freuen sich über die neuen Räume für das Gemeindeamt.
Der Laußnitzer Bürgermeister Joachim Driesnack, Sekretärin Angela Brückner und Projektverantwortliche Marlis Trepte (r.) freuen sich über die neuen Räume für das Gemeindeamt. © Matthias Schumann

Laußnitz. Viel Arbeit liegt hinter den Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung Laußnitz und den Handwerkern. In den vergangenen Wochen haben sie letzte Handgriffe am neuen Amt an der Schulstraße erledigt und den Umzug bewältigt. Jetzt sind alle froh, dass sie in den sanierten Räumen arbeiten können. Denn sie sind wirklich schick geworden, modern und großzügig eingerichtet. Ein großes Sekretariat, das Bürgermeisterzimmer, ein Versammlungsraum mit Küche und Toiletten, ein großes Archiv - das alles gehört zum neuen Gemeindeamt von Laußnitz.  

Geplant war die Sanierung schon lange. Bis zum Jahr 2003 war die Gemeindeverwaltung schon einmal im Gebäude an der Schulstraße 10 untergebracht. Nach dem Auszug der Sparkasse, die nur zwei Häuser weiter untergebracht war, zog die Verwaltung in deren ehemalige Räume, weil diese ebenerdig zu erreichen sind. Komplett umgezogen ist die Verwaltung aber nie, denn das Archiv blieb im alten Haus. Und auch die drei gemeindeeigenen Wohnungen.   

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Im Jahr 2014 wurde Laußnitz in das Förderprogramm "Kleinere Städte und Gemeinden - überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke" aufgenommen, und da entstand die Idee, das alte Gemeindeamt wieder zu beleben. Die Planung begann 2015. "Zuerst sollten die Wohnungen saniert und das Dach in Ordnung gebracht werden", erklärt Bürgermeister Joachim Driesnack (Freie Wähler). Das geschah im Jahr 2018. Die bisher drei Wohnungen wurden zu zwei größeren mit einer Fläche von je 70 Quadratmeter umgebaut, Fenster, Türen, Fußböden, Heizung - eigentlich alles wurde erneuert. Inzwischen wohnen dort schon seit dem Sommer zwei Laußnitzer Familien.

Aufzug wurde eingebaut

Noch eine Besonderheit weist das Gebäude auf, auf die der Bürgermeister besonders stolz ist. "Wir haben einen Aufzug eingebaut, und diesen dann mit der danebenliegenden Arztpraxis verbunden. So kommen Patienten mit einer Gehbehinderung, mit dem Rollstuhl und Muttis mit Kinderwagen ganz bequem zum Allgemeinarzt", erklärt Joachim Driesnack. Es sei alles behindertengerecht.

So sieht das neue alte Gemeindeamt von außen aus.
So sieht das neue alte Gemeindeamt von außen aus. © Matthias Schumann

Die Sanierung des Gebäudes hat insgesamt 850.000 Euro gekostet. "400.000 Euro kamen aus Fördermitteln von Bund und Land", erklärt die Projektverantwortliche vom Königsbrücker Bauamt, Marlis Trepte. Im Rahmen der Verwaltungsgemeinschaft ist sie für Laußnitz mit verantwortlich. Sie hielt während des gesamten Baus die Fäden in der Hand, immer in Absprache mit dem Bürgermeister. "Auch der Gemeinderat hat das Vorhaben mitgetragen und begleitet. Nur mit dessen Zustimmung war es möglich,  450.000 Euro aus den Mitteln der Gemeinde für das Projekt beizusteuern", erklärt Joachim Driesnack. 

Sitzungssaal ist vielfältig nutzbar

Noch nicht ganz fertig ist der neue Sitzungssaal. Dort muss noch abgestimmt werden, welche Möbel in welcher Farbe angeschafft werden. "Vielleicht schaffen wir es, dass die Gemeinderatssitzung im Dezember dann schon an diesem schönen Ort stattfinden kann", hofft Verwaltungsmitarbeiterin Angela Brückner. Sie ist auch froh, dass das Archiv jetzt so groß ist und genügend Platz für all die Unterlagen bietet. Der Sitzungssaal soll jedoch nicht nur den Räten vorbehalten sein. Vereine, die Senioren oder auch Firmen können den Raum für Veranstaltungen nutzen. 

Laußnitz hat jetzt ein richtig schönes Ortszentrum. An der Schulstraße 10 befinden sich auch die Arztpraxis, eine Physiotherapie und ein Einkaufsmarkt mit Post. Nur wenige Meter entfernt steht die Grundschule mit Sporthalle - also kurze Wege für die Laußnitzer.    

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