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Feuerwehr-Drehleiter: Doppel-Anschaffung überdenken

Pulsnitz und Großröhrsdorf wollen jeweils 750.000 Euro für das gleiche Feuerwehrauto ausgeben. Dabei wäre eine andere Lösung denkbar. Ein Kommentar.

Von Heike Garten
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Pulsnitz und Großröhrsdorf wollen jeweils ein Drehleiterfahrzeug für ihre Feuerwehren anschaffen. Doch die gemeinsame Nutzung eines Fahrzeuges sollte geprüft werden, kommentiert Sächsische.de-Redakteurin Heike Garten.
Pulsnitz und Großröhrsdorf wollen jeweils ein Drehleiterfahrzeug für ihre Feuerwehren anschaffen. Doch die gemeinsame Nutzung eines Fahrzeuges sollte geprüft werden, kommentiert Sächsische.de-Redakteurin Heike Garten. © Archivfoto: Rico Löb

Pulsnitz/Großröhrsdorf. Diese Anschaffung ist eine teure Angelegenheit. Die Städte Pulsnitz und Großröhrsdorf wollen beide eine Feuerwehr-Drehleiter kaufen. So sehen es die Brandschutzbedarfspläne vor, so haben es die Stadträte beschlossen. Ein solches Fahrzeug kostet rund 750.000 Euro. Das ist ein Batzen Geld, vor allem, wenn man bedenkt, dass die Kommunen überall knapp bei Kasse sind, dass sie sich genau überlegen müssen, wofür sie Geld ausgeben können.

Es steht außer Frage, dass die Feuerwehren in Großröhrsdorf wie auch in Pulsnitz solch eine Drehleiter für bestimmte Einsätze benötigen. Doch warum braucht jede Stadt ein eigenes derartiges Fahrzeug? Beide Städte sind ungefähr fünf Kilometer voneinander entfernt. Der Weg zum Einsatzort ist also nicht allzu weit. Bisher gab es eine Vereinbarung, dass Großröhrsdorf die Pulsnitzer Drehleiter mit nutzen kann. Warum ist das nicht auch in Zukunft möglich? Warum können die Städte nicht aufeinander zugehen und ein so teures Gerät gemeinsam nutzen?

Das würde einmal 750.000 Euro sparen, Steuergeld - egal, aus welchem Topf es stammt. Geld, das vielleicht für die Infrastruktur, für Kinder und Jugendliche, für Vereine genutzt werden könnte. Und es bleibt letztlich die Frage, warum Pulsnitz und Großröhrsdorf in dieser Frage nicht mehr Kooperation an den Tag gelegt haben.