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Oberlichtenau: Bröckelnde Mauer wird erneuert

Auf dem Gipfel des Keulenberges ist ein Teil eines Weges abgesperrt – aus Gründen der Sicherheit. Jetzt verbessert die Stadt die Situation.

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Derzeit ist die Trockenmauer auf dem Gipfel des Keulenberges in Oberlichtenau noch abgesperrt. Demnächst soll sie neu gebaut werden.
Derzeit ist die Trockenmauer auf dem Gipfel des Keulenberges in Oberlichtenau noch abgesperrt. Demnächst soll sie neu gebaut werden. © Matthias Schumann

Oberlichtenau. In einem Bereich auf Gipfel des Keulenberges im Pulsnitzer Ortsteil Oberlichtenau ist es gefährlich – und das schon seit einiger Zeit, genauer gesagt seit 2017. Bereits damals hatte sich ein Statiker die Mauer vor Ort angeschaut und von einer Gefahr gesprochen.

Die Natursteintrockenmauer, die am Weg zur alten Burgruine steht, bröckelt. Es sind schon Steine herausgefallen. „Die Mauer stellt ein Sicherheitsrisiko dar“, erklärte der Pulsnitzer Bauamtsleiter Kay Kühne zur Stadtratssitzung im Juni. Stadtrat Maik Förster (CDU) bezeichnet den Zustand der Mauer als bedrohlich. „Es ist eine Trockenmauer, und wenn sie einen Bauch kriegt, also sich ausweitet, wie es auf dem Keulenberg der Fall ist, kann sie jederzeit einstürzen“, sagte er. Da brauche nur jemand gerade dort entlang laufen, und schon sei ein Unglück passiert.

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Um die Gefahr abzuwenden, wurde in den vergangenen Jahren der Bereich der Mauer zur Burgruine mit rot-weißem Band abgesperrt. „Doch einige Besucher des Berges ignorieren die Absperrungen und klettern trotzdem auf den Steinen herum oder laufen zur alten Ruine“, weiß der Bauamtsleiter. Man würde dies auch an den Trampelpfaden erkennen, die sich hinter der Absperrung gebildet haben.

Bis Ende September muss alles fertig sein

Jetzt soll sich an der Situation endlich etwas ändern. Der Stadtrat beschloss den Ersatzneubau von zwei Teilstücken der Natursteintrockenmauer und vergab gleichzeitig die Leistung an eine Gräfenhainer Firma. „Die Maßnahme wurde aus den unterschiedlichsten Gründen bereits mehrfach verschoben“, heißt es in der Begründung des Beschlusses. Die Bauverwaltung der Stadt geht davon aus, dass noch im Juli mit dem Bau begonnen wird. Hintergrund ist auch, dass aus Naturschutzgründen nur in der Zeit von April bis Ende September solche Maßnahmen durchgeführt werden können. Das bedeutet für die ausführende Firma, dass sie bis Ende September fertig sein muss.

Insgesamt kostet der Ersatzneubau der Mauer reichlich 71.300 Euro. Das sind 21 Prozent mehr als ursprünglich geplant. Bei einer ersten Kostenschätzung war man noch von einer Summe von reichlich 56.160 Euro ausgegangen. Gefördert wird die Maßnahme aus dem Leader-Programm in einer Höhe von 70 Prozent.

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Allerdings bezieht sich dieser Anteil auf die anfangs angesetzten Kosten. Die Differenz trägt also die Stadt aus dem eigenen Haushalt. Eine erneute Ausschreibung ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt wenig sinnvoll, da nicht davon auszugehen ist, dass sich die Kosten verringern – eher im Gegenteil.

Letztlich geht es aber vor allem um die Sicherheit auf dem Keulenberg, und die ist dann gewährleistet. (SZ/Hga)

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