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Prietitz: Problem-Teich wird Angelgewässer

Kein Wasser, keine Fische, dafür jede Menge Schlamm - so sieht die Anlage am Hänelwasser heute aus. Doch jetzt hat der Anglerverband große Pläne.

Die Teiche in Prietitz sind als solche nicht mehr zu erkennen. Jetzt soll hier ein neuer Angelteich entstehen.
Die Teiche in Prietitz sind als solche nicht mehr zu erkennen. Jetzt soll hier ein neuer Angelteich entstehen. © René Plaul

Elstra/Dresden. Angeln ist ein beliebtes Hobby. Vor allem Männer, Kinder und Jugendliche ziehen gern los, um in heimischen Gewässern Fische zu fangen. Das weiß auch der Anglerverband „Elbflorenz“, in dem die Angler der Region um Kamenz vereint sind. Und so ist es nur folgerichtig, dass der Verband immer wieder auf der Suche nach Gewässern ist, die er seinen Mitgliedern als Angelgewässer zur Verfügung stellen kann. Zu den Gewässern, die dem Verband gehören, zählt auch die Teichanlage am Hänelwasser im Elstraer Ortsteil Prietitz. 

Angeln kann man dort allerdings noch nicht. Die drei Teiche sind zugewachsen und verschlammt - und als solche kaum noch zu erkennen. Wasser ist keines mehr drin. Bis vor wenigen Jahren wurden sie von einem Fischereibetrieb genutzt. Doch die Fischzucht rechnete sich nicht. An den Teichen wurde in den Jahren zwar immer mal wieder etwas gemacht, es wurden aber keine größeren Maßnahmen in Angriff genommen. 

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Das Präsidium des Anglerverbandes entschied sich letztlich dafür, die Teiche zu übernehmen und ein Projekt zur Sanierung zu erarbeiten. Ziel ist es, das Gewässer für Angler nutzbar zu machen. „Vor allem Kinder, Jugendliche und ältere Menschen, die nicht weite Wege fahren können, brauchen attraktive Angelgewässer in Wohnortnähe“, erklärt René Häse, Geschäftsführer des Anglerverbands.

Entschlammung noch in diesem Jahr

Bereits im Frühjahr 2018 hatte sich der Anglerverband das Gelände in Prietitz angesehen. „Die Mitglieder des Präsidiums waren hin- und hergerissen, weil sie wussten, dass auf den Verband viel Arbeit zukommt“, sagt René Häse. Jetzt konnte ein Projekt für die Sanierung der Teichanlage den Elstraer Stadträten vorgestellt werden. 

Mit der Entschlammung soll noch in diesem Jahr begonnen werden. Geplant ist, den unteren und den mittleren Teich zu entschlammen. „Da man den Teichschlamm nicht ohne immensen Kostenaufwand entsorgen kann, wollen wir das Material im oberen Teich ablagern. In Fachkreisen nennt man das gewässerinterne Sedimentumlagerung“, erklärt René Häse. Diese Entschlammungsmaßnahmen sind vorbereitend für die Baumaßnahmen, die nach den Vorschlägen des Planers im ersten Quartal nächsten Jahres abgeschlossen sein könnten. Rund 100.000 Euro wurden veranschlagt.

Der Verband ist für die die Baumaßnahmen auf der Suche nach Fördermitteln, die allerdings nicht Bedingung für die Realisierung des Gesamtprojektes sein sollen. „Entschlammt wird auf jeden Fall, auch wenn der Verband die ganze Sache aus eigenen Geldern finanzieren muss“, erklärt René Häse.

Stadt unterstützt das Projekt

Im Rahmen der Baumaßnahme werden dann Ufermauern, Ständer und Einläufe am mittleren und unteren Teich erneuert. „Einige Mauerabschnitte sind löchrig und nicht reparabel. Die müssen unbedingt ersetzt werden“, sagt der Geschäftsführer. Außerdem sind der Wassereinlauf des oberen Teiches zu versiegeln und die Wasserzu- und -abführung der andern beiden Teiche zu sanieren. Die Gesamtsanierung der Teichanlage in Prietitz könnte nach jetzigen Vorstellungen Ende 2022 abgeschlossen sein. Erst dann kann dort geangelt werden.

Die Stadt Elstra ist in das Vorhaben von Beginn an involviert und steht dem Projekt sehr positiv gegenüber. „Wir stellen zum Beispiel die Flächen für die Baustelleneinrichtung zur Verfügung“, erklärt Bürgermeister Frank Wachholz (Runder Tisch Elstra). Er begrüßt das Projekt der Anglerverbandes, weil er weiß, dass es in Elstra und Umgebung einige Angler gibt, die die sanierten Teiche dann nutzen werden. 

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