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Pulsnitzer Klinik kauft Grundstück

Immer mehr Patienten zieht es zur Reha in die Pfefferkuchenstadt. Darauf reagiert die Vamed Klinik und investiert in eine Immobilie. Diese Pläne hat sie dafür.

Carsten Tietze ist Geschäftsführer der Vamed Klinik in Pulsnitz. Mit dem Kauf einer städtischen Fläche will er noch mehr Stabilität für die Einrichtung erzielen.
Carsten Tietze ist Geschäftsführer der Vamed Klinik in Pulsnitz. Mit dem Kauf einer städtischen Fläche will er noch mehr Stabilität für die Einrichtung erzielen. © René Plaul

Pulsnitz. Schon seit einigen Jahren nutzt die Vamed Reha-Klinik Schwedenstein in Pulsnitz ein städtisches Grundstück. Dieses grenzt an das Klinik-Gebäude, dient bisher als Ruhezone im Außenbereich. Außerdem steht auf der Fläche der Raucherpavillon. Zwischen der Stadt Pulsnitz und der Klinik gab es eine Vereinbarung zur Nutzung des reichlich 1.300 Quadratmeter großen Grundstückes. Jetzt plant die Klinik-Leitung, die Fläche zu kaufen.

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"Dieser Kauf ist eine Basis für die Stabilität der Einrichtung. Wir wollen klare Verhältnisse", erklärt Carsten Tietze, Geschäftsführer der Vamed Klinik. Die Einrichtung komme bei ihren Außenflächen, die stark von den Patienten wie auch Besuchern beansprucht werden, an die Grenzen. Auch deshalb sei der Kauf wichtig.

Der Stadtrat von Pulsnitz stimmte bereits Ende vergangenen Jahres dem Verkauf des Flurstückes an die Vamed Rehaklinik zu. Zuvor war die Klinik diesbezüglich an die Stadt herangetreten. Im Laufe der Vorverhandlungen habe man sich auf den gebotenen Verkaufspreis von 47,50 Euro pro Quadratmeter geeinigt, erklärt Bauamtsleiter Kay Kühne in der Beschlussvorlage. Im Vergleich dazu: Der Bodenrichtwert liegt bei 33 Euro je Quadratmeter. Letztlich kann die Stadt Pulsnitz mit einem Verkaufspreis von insgesamt knapp 63.700 Euro rechnen.

Auslastung von 40 auf fast 100 Prozent gesteigert

"Die Vamed Rehaklinik in Pulsnitz hat in den vergangenen zehn Jahren eine hervorragende Entwicklung genommen, nachdem sie in vorheriger Trägerschaft kurz vor der Schließung gestanden hatte", sagt Carsten Tietze. Das Gebäude wurde komplett saniert. Wichtig sei aber auch gewesen, dass man die Struktur der Einrichtung an die aktuellen Anforderungen angepasst habe. So sind in den vergangenen Jahren neue Berufsgruppen, wie Physiotherapeuten oder Ergotherapeuten, hinzugekommen. Neben stationärer Rehabilitation werden jetzt auch ambulante Leistungen im Bereich der Physiotherapie und Ergotherapie angeboten. "Es sind jetzt wesentlich mehr Mitarbeiter", so Carsten Tietze. In der Schwedensteinklinik arbeiten etwa 130 Beschäftigte.

Wichtig sei auch gewesen, neue Belegungsverträge mit der Deutschen Rentenversicherung abzuschließen, um so auch Patienten aus ganz Deutschland in Pulsnitz behandeln zu können. Die Klinik hat außerdem ihre Marketingmaßnahmen verstärkt, um der Konkurrenz anderer Reha-Einrichtungen entgegenzuwirken.

"Wenn ein Patient die Auswahl hat, zur Reha an die Ostsee, in den bayrischen Wald oder nach Pulsnitz zu fahren, dann war es in der Vergangenheit klar, wofür er sich entscheidet. Wir müssen versuchen, unsere Klinik attraktiver zu machen und dies auch zu vermarkten, so dass sich die Patienten für den hiesigen Standort entscheiden", erklärt Carsten Tietze. Bisher sei das gut gelungen. Lag die Vamed Klinik vor Jahren noch bei einer etwa 40-prozentigen Auslastung, sei man jetzt bei knapp 100 Prozent - also bei einer Vollbelegung.

Kinder und Hunde können mitgebracht werden

Das alles ist nur gelungen, weil neben der medizinischen Versorgung auch der Service verbessert wurde. So können Patienten zum Beispiel ihre gesunden Kinder mitbringen, die dann in der Klinik betreut werden. Auch die Mitnahme von Hunden ist gestattet. "Gerade dafür gibt es eine steigende Nachfrage", weiß Carsten Tietze.

Mit dem Kauf des zusätzlichen Grundstückes will die Vamed Rehaklinik Schwedenstein eine räumlich-organisatorische Einheit zwischen den Gebäuden und den Freiflächen bilden. Eine weitere Entwicklung der Parkanlagen ist ins Auge gefasst.

Der Kauf der Fläche ist noch nicht vollzogen. Dazu sollen in diesem Jahr die letzten Vorbereitungen getroffen, der Kauf und die Umgestaltung dann ein Jahr später in Angriff genommen werden.

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