merken
Kamenz

Haselbachtal: Schüler eifern Raumfahrern nach

Die zweite Klasse der Grundschule Haselbachtal beschäftigte sich in einem Wettbewerb mit dem Weltall. Jetzt gab's einen Preis dafür.

Kleine Raumfahrer: Die zweite Klasse der Grundschule Haselbachtal gewann jetzt einen Preis bei einem Raumfahrtprojekt. Zusammen mit ihrer Lehrerin Ricarda Müller (r.) verfolgten sie die Preisverleihung online.
Kleine Raumfahrer: Die zweite Klasse der Grundschule Haselbachtal gewann jetzt einen Preis bei einem Raumfahrtprojekt. Zusammen mit ihrer Lehrerin Ricarda Müller (r.) verfolgten sie die Preisverleihung online. © René Plaul

Haselbachtal. Das Weltall mit seinen vielen Sternen und Planeten übt schon immer eine besondere Faszination auf die Menschen aus. Besonders Kinder sind begeistert von Raketen, Astronauten und dem Flug ins All. Manch einer will schon als kleiner Junge Astronaut werden – auch wenn sich im Laufe der Jahre dieser Berufswunsch dann doch ändert.

Die Mädchen und Jungen der zweiten Klasse der Grundschule Haselbachtal haben sich jetzt mit dem Thema Raumfahrt ganz besonders beschäftigt. Sie beteiligten sich am Projekt „Zunkunftsflieger“, das vom Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) als Wettbewerb gestartet wurde. „Die Initiative möchte Grundschüler für die Luft- und Raumfahrt begeistern und damit auch Themen aus der Wissenschaft und Forschung ansprechen“, erklärt Cornelia von Ammon, Pressesprecherin des BDLI, das Anliegen.

ECHT.SCHÖN.HIER
Sachsen entdecken und erleben
Sachsen entdecken und erleben

Lernen Sie unbekannte Orte der Region kennen - wir geben Ihnen Insidertipps um die Heimat neu zu erkunden und lieben zu lernen.

Die Schwerelosigkeit nachempfungen

Teams von Grundschulen aus ganz Deutschland haben an dem Wettbewerb teilgenommen - darunter eins aus dem Haselbachtal. „Wir haben das Ganze in den Unterricht eingebaut, und die Schüler haben wirklich begeistert mitgemacht“, erzählt Lehrerin Ricarda Müller. Drei Kategorien haben die Grundschüler bearbeitet. In der ersten ging es darum, ein rohes Ei aus großer Höhe fallen zu lassen und dabei zu versuchen, dass es ganz bleibt. „Einigen ist dies gelungen“, sagt die Lehrerin.

In der zweiten Kategorie haben sich die Kinder mit der Raumfahrt beschäftigt. Sie bastelten Raketen und andere Flugobjekte, bauten Planeten, verkleideten sich als Astronauten oder simulierten die Schwerelosigkeit. Wie das geht? Einfach auf den Rücken legen und den eigenen Namen in Schreibschrift rückwärts schreiben. „Wir haben viel improvisiert, und die Möglichkeiten genutzt, die uns zur Verfügung stehen. Hauptsache, den Kindern macht es Spaß, und sie lernen etwas dabei“, sagt die Lehrerin.

Als Astronaut auf einem anderen Planeten

In der dritten Kategorie haben die Zweitklässler einen Preis gewonnen. Dabei ging es um eine Fotochallenge, die das Thema Raumfahrt behandelt. „Ein Schüler wurde als Astronaut auf einen anderen Planeten geschickt und hat dort die Zeitschrift ,Zukunft Fliegen' gelesen. Er schaut sozusagen über den Zeitungsrand“, beschreibt Ricarda Müller. Das alles wurde mit Fotos festgehalten und dokumentiert. Damit bewarben sich die Schüler beim Wettbewerb - und gehören jetzt zu den drei Preisträgern.

Bei den Haselbachtaler Schülern gab es jetzt einen riesigen Jubel, als die Preisverleihung per Video-Chat direkt ins Klassenzimmer übertragen wurde. „Und sie sind natürlich ganz stolz darauf“, sagt die Lehrerin. Zudem gab es auch eine kleine finanzielle Anerkennung: 300 Euro hat die Klasse bekommen. Ramira ist eine der Schülerinnen: „Mit dem Geld haben wir für ein Jahr die Partnerschaft für ein Bienenvolk übernommen“, erzählt sie. In der Klasse gibt es ein Mädchen, dessen Eltern imkern. Bei ihnen werden sie nun regelmäßig nach den Bienen schauen und auch mit helfen.

Ein bisschen Geld soll auch für die Abschlussfahrt aufgehoben werden, außerdem will man Spielgeräte für die Hofpause anschaffen. „Und natürlich wollen wir noch ein schönes Fest veranstalten“, erklärt Ricarda Müller. Den Weltraum werden die Mädchen und Jungen auf keinen Fall aus dem Auge verlieren - und die Entwicklung interessiert verfolgen.

Mehr zum Thema Kamenz