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Polizei warnt vor Wanderarbeitern

In Schwepnitz hinterließen reisende Handwerker großen Schaden an einer Scheune - nicht der einzige derartige Fall.

Günstige Dachdeckerarbeiten boten reisende Handwerker jetzt in Schwepnitz an - und hinterließen großen Schaden.
Günstige Dachdeckerarbeiten boten reisende Handwerker jetzt in Schwepnitz an - und hinterließen großen Schaden. © Symbolfoto: SZ-Archiv

Schwepnitz. Die Polizei warnt vor Wanderarbeitern, die derzeit in den Landkreisen Bautzen und Görlitz unterwegs sind. "Handwerker verschiedener Nationalitäten bieten Arbeiten zu vermeintlich günstigen Preisen per Handschlagvertrag für Dienstleistungen in Haus, Hof und Garten an", berichtet Franziska Schulenburg von der Pressestelle der Polizeidirektion Görlitz. Mitunter würden sie vorab Geld verlangen, um Material beschaffen zu können. Die Arbeiten werden laut der Polizeisprecherin oft minderwertig ausgeführt oder nicht beendet. In einigen Fällen hinterlassen die Handwerker auch große Schäden.

So zum Beispiel im Schwepnitzer Ortsteil Grüngräbchen. Dort hatten mehrere rumänische Staatsbürger am Montag per mündlicher Vereinbarung einem Scheunenbesitzer Dachdeckerarbeiten für etwa 8.000 Euro zugesichert. "Das Dach war zwar abgedeckt, doch hinterließen die Arbeiter einen Schaden von knapp 20.000 Euro an der Scheune", berichtet Franziska Schulenburg.

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Preis steigt plötzlich rapide

In Niesky boten ebenfalls am Montag vier polnische Dachdecker einer Laubenbesitzerin ein neues Dach für 680 Euro an. Die Frau stimmte zu. Am Folgetag war das Dach zwar fertiggestellt, doch plötzlich verlangten die Handwerker 3.000 Euro. Die Nieskyerin rief die Polizei, doch die Betrüger verschwanden mit 300 Euro, bevor die Beamten eintrafen.

In diesen und weiteren Fällen laufen Ermittlungen der Kripo. Die Polizei rät:

  • Sollten wenig seriöse Handwerker vor der Tür stehen, notieren Sie sich Name und Kennzeichen und rufen Sie die Polizei.
  • Sofern bei Ihnen schon derartige Arbeiten begonnen und Schäden festgestellt wurden, machen Sie viele Fotos.
  • Prüfen Sie vorgelegte Dokumente genau, denn teilweise verwenden die Kolonnen Namen örtlicher Firmen.
  • Lassen Sie bei reisenden Pflasterkolonnen, Dachdeckern, Reinigungsfirmen, Stromablesern, Telefonanbietern oder Ähnlichem lieber etwas mehr Vorsicht walten. (SZ)

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