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Säckeweise Müll eingesammelt

Auf Spaziergängen ärgerte sich ein Ehepaar aus Miltitz über Müll am Straßenrand. Jetzt packte es an - und konnte nicht wegtragen, was da zusammenkam.

Diesen Müllberg sammelte ein junges Paar aus dem Nebelschützer Ortsteil Miltitz auf nur 500 Metern aus dem Straßengraben.
Diesen Müllberg sammelte ein junges Paar aus dem Nebelschützer Ortsteil Miltitz auf nur 500 Metern aus dem Straßengraben. © Foto: privat/Schwede

Nebelschütz. Schon lange haben Monique und Sebastian Schwede aus dem Nebelschützer Ortsteil Miltitz auf ihren Spaziergängen mit Hündin Maila beobachtet, wie viel Müll da an den Wegen und im Straßengraben herumliegt. "Das hat uns tierisch aufgeregt, weil es auch immer mehr wurde", sagt die 31-Jährige. Selber anpacken statt nur rummeckern wollten die beiden. "Sonst passiert ja nichts. Aber wir waren schon ein bisschen blauäugig."

Denn was ihnen dann vor ein paar Tagen in den mitgenommenen Müllsack kam, war mehr als erwartet. "Wir hatten noch einen Eimer dabei, aber beides war nach kurzer Zeit dermaßen voll, dass wir es unmöglich nach Hause tragen konnten", erzählt Monique Schwede. "Mein Mann hat dann unser Auto geholt, damit wir die Müllberge abtransportieren konnten."

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Allein 35 leere Flaschen auf 500 Metern

Allein 35 Sekt-, Bier- und Weinflaschen sowie Schnapspullis sammelten die Schwedes innerhalb einer Stunde auf. Dazu diverse Verpackungen von Zigaretten bis Süßigkeiten, Plastiktüten und Haushaltsabfälle. Auch sieben Beutel, gefüllt mit Katzenstreu und Fäkalien, die eindeutig nicht von einer Katze stammten, lagen im Straßengraben. Und das Ganze auf nur einem Abschnitt von 500 Metern.

"Wir sind den Weg von Miltitz bis zur Kreuzung der S 100 abgelaufen. In der Nähe gibt es auch ein Gewerbegebiet. Hier stehen oft Lkws, und ihre Fahrer machen Pause, ehe es weitergeht. Auch ein Wertstoffhof ist in der Nähe", sagt Monique Schwede.

Neue Aktion geplant - diesmal mit Helfern

Das alles rechtfertige allerdings überhaupt nicht, dass die Umwelt so dermaßen verschmutzt wird. "Wir sind schockiert und stinksauer darüber", sagt die junge Frau. Die leeren Flaschen wurden mittlerweile im Container entsorgt, beim restlichen Müll hilft die Gemeinde Nebelschütz.

Für sie sei es eine Selbstverständlichkeit, dass sie in den nächsten Tagen schon wieder loslaufen werden, sagen Schwedes. "Bekannte und Nachbarn von uns haben sich schon bereit erklärt mitzuhelfen", erzählt Monique Schwede. Gerade jetzt im Frühjahr sollten solche freiwilligen Arbeitseinsätze gern Schule machen. "Helfen kann man überall und unkompliziert!"

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