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Schock in der ersten Minute für Einheit-Fußballer

Kamenz kassiert gegen Freital früh das 0:1 und ist danach nicht in der Lage, den Landesliga-Spitzenreiter noch in Bedrängnis zu bringen.

Von Jürgen Schwarz
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Der Freitaler Landesliga-Erfolgstrainer Knut Michael.
Der Freitaler Landesliga-Erfolgstrainer Knut Michael. © Egbert Kamprath

Kamenz. In der Fußball-Landesliga ist der SC Freital auf die Zielgerade in Richtung NOFV-Oberliga eingebogen. Der Spitzenreiter setzte sich in Kamenz vor 109 Zuschauern mit 2:0 (1:0) durch. „Die drei Punkte aus dem Heimspiel gegen Markkleeberg mit eingerechnet, benötigen wir noch einen Zähler, um den Aufstieg perfekt zu machen“, meinte Freitals Chefcoach Knut Michael nach dem Abpfiff im Stadion der Jugend vor. Die Markkleeberger waren zum Spiel beim Tabellenführer nicht angereist, die Partie soll mit 2:0 für Freital gewertet werden. Das Urteil des Sportgerichts des Sächsischen Fußball-Verbandes (SFV) ist Ende der Woche rechtskräftig.

„Wir wollen aber nicht als Zweiter oder Dritter, sondern als Sachsenmeister aufsteigen. Dafür benötigen wir noch sechs Punkte, vorausgesetzt, Verfolger Großenhain gewinnt seine drei ausstehenden Spiele“, rechnete Knut Michael nach Spielende vor. Die Großenhainer gewannen ihr Heimspiel gegen die SG Striesen mit 3:1 und liegen – das SFV-Urteil mit eingerechnet – vier Zähler hinter Freital. Auf Platz drei und vier sind der FV 06 Laubegast und der Radebeuler BC, die sich im Verfolgerduell gegenüberstanden. Radebeul gewann mit 3:2, Marius Riedel erzielte alle RBC-Tore. Auf der Gegenseite war der Ex-Bautzener Tony Schmidt doppelt erfolgreich.

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„Zum dritten Mal infolge bekommen wir ein zeitiges Gegentor, diesmal schon in der ersten Minute durch Philip Weidauer. Damit haben wir dem Spitzenreiter in die Karten gespielt, denn die Freitaler stehen bekanntlich defensiv sehr kompakt“, analysierte der Kamenzer Coach Andre Kohlschütter nach der vierten Niederlage im achten Heimspiel. Lediglich zehn Punkte holte Einheit zu Hause, auswärts sind es bei gleicher Spiele-Anzahl 17 Zähler.

„Uns hat es nach dem 0:1 bis zur Pause an Aggressivität und Intensität gefehlt, daher war uns Freital überlegen. In der zweiten Halbzeit wurde es besser und wir waren die spielbestimmende Mannschaft. Die Abschlüsse waren da, aber leider konnten wir keine Chance zu einem Tor nutzen“, ärgerte sich Kohlschütter. Die Freitaler, die in 15 Partien lediglich zwei Gegentore kassierten, behielten die Ruhe und lauerten auf Konter.

„Nach einem Abspielfehler im Mittelfeld war der Sportclub sofort zur Stelle und erhöhte 2:0. Es war ein verdienter Sieg für Freital, auch weil uns offensiv die notwendige Durchschlagskraft fehlte“, resümierte Kohlschütter, der erneute große Personalsorgen hatte und einmal mehr auf den 41-jährigen Thomas Pannach als Einwechselspieler zurückgreifen musste. Gäste-Kapitän Marian Weinhold hatte in der 66. Minute für die Spielentscheidung gesorgt.

Für die Kamenzer stehen noch drei Partien bis zum Saisonende an. Am 21. Mai wartet die SG Motor Wilsdruff, vor der laut Trainer Paul Rabe „noch drei Endspiele um den Klassenerhalt liegen“. Wilsdruff gewann das Kellerduell in Markkleeberg mit 2:1. Am 28. Mai steht das letzte Heimspiel für Einheit gegen Taucha an, bevor die verkürzte Saison mit dem Gastspiel bei Blau-Weiß Leipzig am 11. Juni beendet wird.

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