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Steinaer Sportler packen an

400 Arbeitsstunden haben die Mitglieder des Vereins in ein neues Gebäude gesteckt – und sich damit einen Wunsch erfüllt.

Unter anderem dieses Tor kommt, wenn es nicht benötigt wird, in das neue Lagerhaus - zu sehen im Hintergrund. Achim Garten (vorn) vom Sportverein Steina und Joachim Fichtner räumen es rein.
Unter anderem dieses Tor kommt, wenn es nicht benötigt wird, in das neue Lagerhaus - zu sehen im Hintergrund. Achim Garten (vorn) vom Sportverein Steina und Joachim Fichtner räumen es rein. © Matthias Schumann

Steina. Eigentlich müsste derzeit auf dem Sportplatz in Steina absolute Ruhe herrschen. Aufgrund der Corona-Bestimmungen dürfen Sportanlagen nicht genutzt werden. Doch in Steina trifft man in den Nachmittagsstunden und an den Wochenenden immer wieder Leute an. Allerdings treiben sie keinen Sport. Sie sind mit dem Bau und der Einrichtung eines kleinen Lagerhauses für den Sportverein beschäftigt - es sind keine Handwerksfirmen, sondern Mitglieder des Sportvereines.

Der SV Steina 1885 braucht schon seit Langem zusätzliche Lagermöglichkeiten für Sportgeräte und Ausstattungsgegenstände für den Sportplatz . "Der alte Container reicht einfach nicht mehr aus und bietet auch nicht die optimalen Bedingungen, um allen Sportgeräten sowie auch den Folien und der Einfassung für die Eisbahn einen sicheren Lagerplatz zu geben", erzählt Carsta Großmann vom Vorstand des Vereines.  Auch Matten, Fußballtore, Gymnastikbänke, Bälle oder Hindernisse für den Inline-Parcours müssen einen Platz finden. 

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400 Stunden gemeinnützige Arbeit

Die Chance für einen Neubau bot sich in diesem Jahr. Genau für solche Vorhaben gibt es den Fördertopf "Regionalbudget 2020" der Koordinierungsstelle Westlausitz. Im Mai stellte der Verein den Förderantrag für das Projekt, die Zusage kam nur kurze Zeit später. Rund 8.000 Euro kostet der Bau des Lagerhauses. 20 Prozent der Kosten trägt der Verein,  zehn Prozent die Gemeinde. Das heißt, es flossen rund 6.000 Euro an Fördermitteln. 

Doch damit war es noch nicht getan. Das Geld wurde hauptsächlich für die Baumaterialien benötigt. Den Bau selbst nahmen die Sportler in Eigenleistung in die Hand. Sie nutzten viele Freizeitstunden, um zum Beispiel die Fundamente und eine stabile Fläche zu errichten, sowie den Fußboden abzuholen und zu verlegen. "Auch das Gebäude selbst, ein Bausatz in Holzständerbauweise, wurde selbst aufgebaut, das Dach eingedeckt und die Fassade montiert", beschreibt Vereinsmitglied Achim Garten die vielen Arbeiten, die zu erledigen waren. Bisher leisteten die Sportler etwa 400 Stunden - ohne Bezahlung. Auch Mitglieder des neu gegründeten Jugendclubs beteiligten sich an den Arbeiten. 

Bis zum 11. November soll alles fertig sein. Carsta Großmann ist davon überzeugt, dass das zu schaffen ist. Kleinere Restarbeiten können dann immer noch erledigt werden. Und auch dafür werden Helfer gesucht. "Wer unser Projekt unterstützen möchte, ist jederzeit herzlich willkommen", so Carsta Großmann. Interessenten können sich bei Achim Garten unter der Telefonnummer 0170 9657916 melden.

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