Kamenz
Merken

Ukrainisches Kinderorchester mit zwei Auftritten in Kamenz

Die jungen Musiker spielen am Dienstagvormittag auf dem Hof des neuen Lessingschul-Campus. Am Nachmittag geben sie noch ein Konzert im Skaterpark.

Von Ina Förster
 2 Min.
Teilen
Folgen
Kurzfristig gibt das ukrainische Kinderorchester "Bereh" am Dienstag zwei Konzerte in Kamenz.
Kurzfristig gibt das ukrainische Kinderorchester "Bereh" am Dienstag zwei Konzerte in Kamenz. © PR

Kamenz. Das ukrainische Kinderorchester "Bereh" gibt am Dienstag, den 20. September kurzfristig ein Schulhofkonzert im Gotthold-Ephraim-Lessing-Gymnasium in Kamenz. Der Eintritt ist frei und Gäste sind herzlich auf dem neuen Campus willkommen. Gegen 9 Uhr kann man die jungen Künstler vor Ort erleben.

Es handelt sich bei den Musikerinnen und Musikern um 17 Mädchen und neun Jungen im Alter von elf bis 18 Jahren. Das Repertoire des Orchesters besteht aus Coverversionen ukrainischer Lieder aus den 70er und 80er Jahren, die aufgrund der informationellen und kulturellen Schließung des Sowjetsystems keine Popularität in der Welt erlangten.

Auch Auftritt in der Josua-Gemeinde Bautzen geplant

Neben dem morgendlichen Konzert erklingt ein weiteres gegen 16.30 Uhr im Kamenzer Skaterpark an der Goethestraße. Dort endet der diesjährige Kinderferien(s)pass mit einem Fest von 16 bis 18 Uhr. Auch die neuen Skater-Elemente werden an diesem Nachmittag feierlich eingeweiht. Der Kinderschutzbund freut sich nun über den zusätzlichen Auftritt des ukrainischen Kinderorchesters. "Wir sind gespannt und hoffen auf viele Gäste", so Marita Lehmann.

Geplant ist übrigens noch ein Auftritt in Bautzen in der Josua-Gemeinde, die den jungen Künstlern kurzfristig eine Unterkunft besorgte. "Über diese Hilfe sind wir enorm glücklich – erst am Freitagmittag hat sich die Lösung gefunden", so Ronny Böhme der sich seit Jahren für den Jugendaustausch und intensiv für die Ukrainehilfe engagiert.

Dass die Ukrainer überhaupt zurzeit durch Deutschland touren, ist nicht ganz so einfach. "Doch es gibt ja kein Reiseverbot – außer für die Männer die ihr Land verteidigen müssen", so Böhme. "Unterstützt wird das Vorhaben von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, die den überwiegenden Teil finanziert. Einen Teil finanziere ich privat. Wie ich auch meine vier bisherigen Hilfsfahrten in die Ukraine selbst gestemmt habe", so der Schwosdorfer.