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Haselbachtal: Sieben Jahre Warten auf den Straßenbau

Autofahrer müssen ab Montag mit Behinderungen in Häslich rechnen. Grund ist eine Baumaßnahme, die schon lange fällig ist.

Die Bergstraße in Haselbachtal ist in einem schlechten Zustand. Am Montag beginnen Bauarbeiten.
Die Bergstraße in Haselbachtal ist in einem schlechten Zustand. Am Montag beginnen Bauarbeiten. © René Plaul

Haselbachtal. Die Bergstraße im Haselbachtaler Ortsteil Häslich hat schon bessere Zeiten gesehen. Es gibt Risse, die Ränder sind abgefahren, von Schlaglöchern ganz zu schweigen. Mit diesem Zustand müssen Anwohner und andere Autofahrer schon seit Jahren leben. Und sie drängen auch schon viele Jahre auf die Sanierung der Kreisstraße. Die Gemeinde selbst konnte nicht viel tun, Träger ist der Landkreis Bautzen.  

Bürgermeisterin Margit Boden (Freie Wähler) kennt die Situation seit dem Jahr 2013. Damals musste ein alter Steinbruch, der voller alter Reifen war, verfüllt werden. Täglich rollten Laster die Bergstraße entlang zum Steinbruch. "Der Zustand der Straße verschlimmerte sich immer mehr", so die Bürgermeisterin. Am Ende war klar, dass nur eine grundhafte Sanierung helfen kann. "Schon damals, also vor sieben Jahren, versprach Landrat Michael Harig, dass es mit dem Straßenbau gleich nach der Verfüllung des Steinbruches losgeht. Doch das Versprechen konnte er nicht halten", so Margit Boden. Seitdem dringt die Gemeinde immer wieder darauf, dass etwas passiert.

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Einschränkungen für Autofahrer

In dieser Woche informierte die Pressestelle des Landratsamtes in Bautzen, dass der Bau auf der Bergstraße beginnt. Start der Arbeiten soll am 16. November sein. Die Bürgermeisterin und  viele andere Haselbachtaler sind erleichtert, dass es jetzt endlich losgeht. Allerdings müssen Autofahrer und Anwohner dann mit einigen Einschränkungen rechnen. 

Wie vom Landratsamt zu erfahren war, ist die Gemeinschaftsbaumaßnahme des Landkreises und der Gemeinde in zwei Abschnitte unterteilt - der erste soll noch in diesem Jahr realisiert werden, der zweite dann im nächsten Jahr. Geplant ist der grundhafte Straßenausbau vom Ortseingang aus Richtung Schwosdorf bis zum Anschluss an der Brücke über den Haselbach. In der Maßnahme enthalten ist auch der Ausbau der Kreuzung an der Neukircher Straße und der Dorfstraße. 

Die Bergstraße soll eine Breite von sechs Metern erhalten. Außerdem ist ein Gehweg mit einer Breite von 2,50 Meter auf einer Seite der Straße geplant. An manchen Stellen wird es sogar beidseitig einen Fußweg geben. Froh ist Margit Boden, dass in Abstimmung mit dem Abwasserzweckverband Obere Schwarze Elster Ver- und Entsorgungsleitungen neu verlegt werden. Damit soll dann auch gewährleistet sein, dass es bei starkem Regen nicht mehr zu Überschwemmungen in diesem Gebiet kommt. 

Busverkehr ist nicht betroffen

Die Baumaßnahme kostet insgesamt 1,29 Millionen Euro. Der Anteil der Gemeinde für die Gehwege und die Straßenbeleuchtung beträgt rund 200.000 Euro. "Davon bekommen wir 160.000 Euro Fördermittel, die Gemeinde selbst steuert aus dem eigenen Haushalt 40.000 Euro bei", so die Bürgermeisterin. 

Die Bauarbeiten haben Auswirkungen für Autofahrer und Anwohner. Wenn es am 16. November mit dem Bau der Stützwand an der Brücke losgeht, wird der Kreuzungsbereich voll gesperrt. Das bedeutet auch, dass die Bergstraße in Richtung Schwosdorf nicht mehr befahren werden kann. Die Umleitungen führen nach Aussage des Landratsamtes zum einen von der S 100 bis Kamenz, weiter bis Gersdorf und dann nach Häslich oder von der S 100 bis zum Abzweig in Reichenau und dann weiter nach Häslich. Schwosdorf ist dann nur noch über Brauna zu erreichen. Der Busverkehr ist von den Sperrungen nicht betroffen. 

Nach Aussage des Landratsamtes soll der erste Bauabschnitt im Kreuzungsbereich am 18. Dezember dieses Jahres abgeschlossen sein. "Nach der Winterpause geht es ab März 2021 mit dem Straßen- und Leitungsbau weiter", erklärt Landratsamtssprecherin Sabine Rötschke. Dann wird die Straße erneut voll gesperrt.

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