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B 97 wird in Laußnitz voll gesperrt

Schon jetzt erfolgen Bauarbeiten auf der Bundesstraße. Doch ab März kommt es zu noch größeren Verkehrsbehinderungen.

Nur in einer Autoschlange geht es an der Baustelle der B 97 in Laußnitz vorbei. Ab März gibt es dann sogar eine Vollsperrung.
Nur in einer Autoschlange geht es an der Baustelle der B 97 in Laußnitz vorbei. Ab März gibt es dann sogar eine Vollsperrung. © Matthias Schumann

Laußnitz. Es geht nur schleppend voran. Wer von Königsbrück über die Bundesstraße 97 nach Laußnitz fährt, muss Geduld aufbringen. Die Straße wird gebaut, und immer wieder muss dafür eine Kreuzung oder eine Fahrbahn gesperrt werden - derzeit zwischen dem Ortseingang und der Kreuzung zur Schulstraße. Eine Ampel leitet den Verkehr halbseitig an der Baustelle vorbei, und für Autofahrer heißt es erst einmal warten.

Im Frühjahr ändert sich die Situation auf der B 97 noch einmal komplett. Dann nämlich muss die Bundesstraße voll gesperrt werden. "Die Vollsperrung ist ab Anfang März geplant", so Franz Grossmann vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv). Dann gibt es eine großräumige Umleitung, die um Laußnitz herum führt. Die Umleitung soll dann über die B 98 und die S 100 bis nach Radeburg sowie über die S 177 nach Ottendorf-Okrilla bis zur B 97 nach Laußnitz erfolgen.

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Bereits Ende April vorigen Jahres ist die B 97 zur Großbaustelle geworden. Im Zuge der anderthalb Jahre dauernden Bauarbeiten wird die Ortsdurchfahrt in einer Länge vom knapp 700 Metern erneuert, inklusive der Geh- und Radwege. Außerdem stehen die Einmündung der S 56 und der B 98 sowie eine Parkfläche mit auf dem Programm. In die Baumaßnahme involviert sind auch die Ewag Kamenz und der Abwasserzweckverband Königsbrück. In ihre Verantwortung fallen der Bau einer neuer Trinkwasserleitung und der Austausch der Mischwasserkanalisation gegen eine neue Schmutz- und Regenwasserleitung.

Baufirma liegt voll im Zeitplan

Jetzt - nach einem dreiviertel Jahr - ist ein Teil der Arbeiten geschafft. "So wurde die Kreuzung B 97/B 98 ausgebaut und ein Regenrückhaltebecken errichtet", weiß Franz Grossmann. Mit dem Becken ist künftig die Straßenwasserableitung für den gesamten Ort Laußnitz gewährleistet. Auch die Leitungen für Schmutz- und Regenwasser sind in diesem Bereich in der Erde. Nach Einschätzung von Franz Grossmann liegt das beauftragte Bauunternehmen - die Strabag - voll im Zeitplan. "Derzeit sind keine Verzögerungen zu erwarten", so Grossmann. Auch seien in diesen Bauabschnitten keine nennenswerten Schwierigkeiten aufgetreten, die den Zeitplan durcheinander gebracht hätten.

Die Baufirma versucht auch jetzt, trotz der schwierigeren Witterungsbedingungen, am Zeitplan festzuhalten. So wird gerade unter halbseitiger Sperrung der B 97 die Regenwasser- und Schmutzwasserleitung bis zur Kreuzung an der Schulstraße erneuert. "Danach erfolgen Arbeiten am Trinkwassernetz", so Franz Grossmann.

Vollsperrung dauert laut Planung bis Juni

Der größte Bauabschnitt beginnt dann im März mit der Vollsperrung der Bundesstraße. "Dann erfolgen der Straßenausbau in der gesamten Ortslage und die Vervollständigung aller Medienleitungen", sagt Franz Grossmann. Für eine halbseitige Sperrung ist die Fahrbahn nicht breit genug, weiß Lars Mögel vom Abwasserzweckverband Königsbrück. Auch die Gemeinde Laußnitz nutzt die Zeit der Sperrung. Bürgermeister Joachim Driesnack (Freie Wähler) plant, die alte Ufermauer am Dorfteich abzureißen und zu erneuen. Außerdem soll das Gewässer entschlammt und Schilf beseitigt werden. "Ich hoffe, dass diese Arbeiten im April starten können", blickt der Bürgermeister voraus.

Wenn alle Arbeiten planmäßig verlaufen, kann die Vollsperrung der B 97 Ende Juni wieder aufgehoben werden. "Es ist vorgesehen, dass nach der Sperrung die Bundesstraße wieder für den Verkehr halbseitig freigegeben wird", so Franz Grossmann. Im Anschluss sind noch Arbeiten in den Nebenbereichen geplant.

Gesamtkosten liegen bei zweieinhalb Millionen Euro

Insgesamt plant das Lasuv mit Gesamtbaukosten von rund 2,5 Millionen Euro. Es handelt sich um ein Gemeinschaftsvorhaben mit der Gemeinde Laußnitz, dem Abwasserzweckverband Königsbrück und dem Kamenzer Energieversorger. Rund 1,3 Millionen Euro werden von der Bundesrepublik Deutschland getragen. Die Gemeinde Laußnitz ist mit rund 740.000 Euro beteiligt, der Abwasserzweckverband mit rund 250.000 Euro und die Ewag mit rund 145.000 Euro. "Nach jetzigen Einschätzungen bewegen sich die Leistungen im Kostenrahmen", sagt Franz Grossmann, und er hofft, dass dies auch bis zum Abschluss des Baus so bleibt.

Bis es soweit ist, müssen sich auch die Anlieger in Laußnitz weiterhin auf Einschränkungen einstellen. Das hängt von den einzelnen Bauphasen ab, von denen es insgesamt neun Abschnitte gibt. Es sei nicht immer möglich, dass Anwohner mit ihrem Auto direkt zum Grundstück kommen. Zu Fuß sollen die Häuser aber jederzeit erreichbar sein, versichert das Lasuv. Und wenn alles fertig ist, dürfte es dann auch für die nächsten Jahre keine weiteren Bauarbeiten und somit Behinderungen auf der B 97 in Laußnitz geben.

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