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Neue Leitungen: Straßenbau in Königsbrück

In der Gartenstraße werden in diesem Jahr die Rohre für Trink- und Abwasser erneuert. Zuvor gibt es noch einiges zu klären.

Der Baugrund in der Gartenstraße in Königsbrück wird derzeit untersucht. Toni Ranze von der Firma
Oberlausitzer Baustoff- & Umweltlabor aus Löbau benutzt dafür eine Ramme mit Sonde.
Der Baugrund in der Gartenstraße in Königsbrück wird derzeit untersucht. Toni Ranze von der Firma Oberlausitzer Baustoff- & Umweltlabor aus Löbau benutzt dafür eine Ramme mit Sonde. © René Plaul

Königsbrück. Auf umfangreiche Bauarbeiten müssen sich Anwohner der Gartenstraße in Königsbrück noch in diesem Jahr einstellen. Es ist geplant, die Leitungen für das Regenwasser und Teile der Trinkwasserleitung im Bereich zwischen der Anbindung des Schneewittchenweges und des Auenweges im Bereich der Spitzkehre der Gartenstraße zu erneuern. Dazu fasste der Königsbrücker Stadtrat nun einen Beschluss.

Doch er ist nicht der einzige, der zu diesem Projekt sein Votum abgeben musste. Bei der geplanten Baumaßnahme müssen der Abwasserzweckverband (AZV) Königsbrück, die Ewag Kamenz als Trinkwasserversorger sowie die Stadt Königsbrück zusammenarbeiten. „Alle drei Partner sind involviert und einverstanden damit, dass wir die Planung und den Bau gemeinsam machen“, sagt Lars Mögel, Geschäftsstellenleiter des AZV. Eine entsprechende Vereinbarung über das Gemeinschaftsprojekt, die von allen beschlossen wurde, regelt dies.

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Trinkwasserleitungen bestehen aus Asbestzement

Bereits vor zwei Jahren hatte der AZV überlegt, in der Gartenstraße eine neue Straßenentwässerung zu bauen und diese dann an die bestehende Regenwasserkanalisation anzubinden. Doch bei den Vorbereitungsarbeiten war festgestellt worden, dass die genutzte Leitung nicht mehr funktionsfähig war. Ihren Zustand beschreibt die Stadt als marode. Auch waren mehrere Wurzeln in die Leitung hineingewachsen. „Der Regenwasserkanal ist komplett sanierungsbedürftig, und auch die Trinkwasserleitungen müssen teilweise erneuert werden, da sie an manchen Stellen aus Asbestzement bestehen“, erklärt Lars Mögel.

Der Schmutzwasserkanal war bereits im Jahr 1999 neu errichtet worden. „Die Stadt Königsbrück ist für die Erneuerung der Straßenrandbereiche verantwortlich“, sagt der Bürgermeister Heiko Driesnack (CDU). Die Straße selbst wird nicht komplett saniert, sondern nur an den Stellen wieder hergerichtet, wo sie aufgrund des Leitungsbaus geöffnet werden musste.

Baubeginn noch nicht bekannt

Noch kann der Bau nicht starten. Derzeit ist ein Büro damit beauftragt, die Arbeiten genau zu planen und vor allem die Kosten zu ermitteln. Das ist wichtig, um einen Förderantrag zu stellen, erklärt Lars Mögel. Es wird zwar eine Gesamtplanung und nach der Ausschreibung der Arbeiten auch eine Baufirma geben, aber die Leistungen werden auf die drei beteiligten Partner - AZV, Ewag Kamenz und Stadt - aufgeschlüsselt. „Nur so ist auch eine ordnungsgemäße Abrechnung möglich“, so Lars Mögel und verweist in diesem Zusammenhang auf die gute Zusammenarbeit aller drei. Die Stadt Königsbrück zumindest hat schon einmal 75.000 Euro für diese Maßnahme im Haushalt für dieses Jahr eingeplant. „Jeder muss seinen Part bezahlen“, erklärt Heiko Driesnack.

Derzeit gibt es Untersuchungen des Baugrundes. Auch mit Anwohnern, durch deren Grundstücke teilweise Leitungen führen, ist gesprochen worden. Jetzt also die Planung. Wann der Bau genau startet, kann Lars Mögel nicht sagen. Er rechnet aber damit, dass alles noch in diesem Jahr durchgezogen werden kann. Zuvor gibt es noch eine Anwohnerversammlung, um über den genauen Bauablauf, eventuelle Sperrungen und Beeinträchtigungen zu informieren. Der Geschäftsstellenleiter des AZV ist optimistisch, dass alles innerhalb 2021 abgeschlossen werden kann. Damit wäre dann wieder ein wichtiger Teil bei der Erneuerung von Trink- und Abwasserleitungen in der Stadt Königsbrück geschafft.

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