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Elstra: Straße bleibt länger gesperrt

Der Umbau der Brücke über das Hänelwasser in Prietitz verzögert sich. Das hat Folgen für den Verkehr.

Der Überbau ist betoniert, doch die Arbeiten an der Brücke über das Hänelwasser im Elstraer Ortsteil Prietitz dauern noch eine Weile.
Der Überbau ist betoniert, doch die Arbeiten an der Brücke über das Hänelwasser im Elstraer Ortsteil Prietitz dauern noch eine Weile. © René Plaul

Elstra. Autofahrer, die in den vergangenen Monaten von Kamenz nach Elstra wollten, mussten eine Umleitung in Kauf nehmen. Seit Ende September vorigen Jahres wird die Brücke über das Hänelwasser im Ortsteil Prietitz gebaut. Die aufwendige Sanierung war nur über eine Vollsperrung der Ortsdurchfahrt möglich.

Aus einem anfänglichen Hoffnungsschimmer für Autofahrer ist jedoch jetzt Ernüchterung geworden. Noch in diesem Monat sollte die Straße wieder für den Verkehr freigegeben werden. So hieß es Ende März aus der Pressestelle des Bautzener Landratsamtes. Als Termin für die Freigabe war der 30. April avisiert. Doch dies hat sich inzwischen wieder verändert. „Aufgrund von baulichen Verzögerungen durch die unbeständige, nass-kalte Wettersituation kann der Termin nicht gehalten werden“, so Cynthia Thor von der Pressestelle am Dienstag. Einen neuen Termin für die Freigabe nannte das Landratsamt noch nicht.

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Die Sanierung der Brücke über das Hänelwasser war keine leichte Angelegenheit, handelt es sich doch um ein historisches Bauwerk. Im Laufe der Jahre waren Steine locker geworden, Efeu und Gras zwischen den Fugen gewachsen. Die Verkehrssicherheit war nicht mehr gewährleistet, hieß es 2020 aus dem Landratsamt.

Brücke stammt aus dem Jahr 1860

Die historische Brücke wurde jetzt wieder hergestellt. „Die alte Naturstein-Gewölbebrücke bekam eine Verstärkung zur Aufnahme der künftigen Verkehrslasten“, heißt es dazu aus der Pressestelle. Gleichzeitig wurden Sicherungseinrichtungen erneuert und die Ufermauern instand gesetzt.

Die Bauarbeiter gingen bei diesen Maßnahmen behutsam vor. So wurde das vorhandene Gewölbe vorsichtig soweit zurück gebaut, wie es für die Verstärkung erforderlich ist. Dabei legten die Bauleute besonderes Augenmerk auf die alte Gründung und die sich daran anschießenden Ufermauern. Die blieben – wie auch das Natursteingewölbe aus dem Jahr 1860 – erhalten. Fundamente, Flügel und Stirnwände wurden betoniert. Auf dem Plan standen auch die Entwässerung sowie der Bau der Schutzeinrichtungen und der Ufermauern. Mit einem Abschluss aller Arbeiten rechnet das Landratsamt noch im ersten Halbjahr.

Gebaut wurde insgesamt auf einer Straßenlänge von etwa 30 Metern. Die Breite der Straße beträgt sechs Meter, die Stützweite der Brücke 2,90 Meter. Der Bau kostet insgesamt 475.000 Euro. Knapp 353.000 Euro steuerte der Freistaat als Fördermittel bei. (SZ/Hga)

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