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Baufirma investiert vier Millionen Euro in Laußnitz

Bisher ist das Unternehmen Heinz Lange in Medingen ansässig. Warum die Firma jetzt an einen anderen Standort wechselt.

Sie können sich freuen: Janet Lange (l.) und Andreas Reck feierten am Dienstag mit einigen Mitarbeitern ihres Bauunternehmens am neuen Standort in Laußnitz Richtfest.
Sie können sich freuen: Janet Lange (l.) und Andreas Reck feierten am Dienstag mit einigen Mitarbeitern ihres Bauunternehmens am neuen Standort in Laußnitz Richtfest. © Matthias Schumann

Laußnitz. Die Richtkrone schwebt über der riesigen Stahlkonstruktion. Wände stehen keine, dafür große Stahlsäulen verbunden mit ähnlich großen Trägern aus dem gleichen Material. Die Richtkrone mit den Bändern wirkt bei der Größe der Konstruktion ziemlich klein. Im Gewerbegebiet Laußnitzer Heide in Laußnitz entsteht eine neue Produktionshalle des Bauunternehmens Heinz Lange aus Medingen. Doch die Firma plant nicht nur den Neubau, sondern gleich den Umzug von Medingen nach Laußnitz.

Das geschieht nicht ohne Grund. Geschäftsführerin Janet Lange spricht von einer Investition in die Zukunft. "Es war schon lange unsere Idee, die Firma zu vergrößern. Am Standort in Medingen ist nur eine begrenzte Weiterentwicklung möglich", erklärt sie gegenüber Sächsische.de. Das Unternehmen ist auf Tiefbau und Spezialtiefbau ausgerichtet. Das heißt, gerade im Spezialtiefbau werden Bohrpfähle bis zu einer Tiefe von 15 Metern in die Erde eingebracht. Außerdem werden Träger und Spundwände bis zu einer Tiefe von 17 Metern eingebaut.

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Das Unternehmen ist verantwortlich für Bauwerke aus Stahlbeton zum Beispiel für Rückhaltebecken, Schächte und Sonderbauwerke. Das heißt, dass viele der benötigten Elemente aus Stahl oder Stahlbeton selbst gefertigt werden müssen, und dafür wiederum braucht es eine große Produktionshalle. "Am alten Standort ist das nicht möglich", so Janet Lange.

Rund vier Millionen Euro kostet die neue Produktionshalle. Mit ihr will das Bauunternehmen Heinz Lange aus Medingen sich vergrößern.
Rund vier Millionen Euro kostet die neue Produktionshalle. Mit ihr will das Bauunternehmen Heinz Lange aus Medingen sich vergrößern. © Matthias Schumann

Bereits im Jahr 2019 hat die Firma mit den Planungen für die neue Halle begonnen. Einen geeigneten Standort zu finden, war nicht schwer. "Wir haben schon seit vielen Jahren gute Geschäftsbeziehungen mit dem Kieswerk Ottendorf, weil sich auf dem Gelände seit 2011 unser eigenes Kieslager befindet", erklärt die Geschäftsführerin. Platz war auch ausreichend vorhanden, und so hat das Bauunternehmen Lange im Frühjahr ein Grundstück vom Kieswerk erworben. Den Tiefbau haben die Kollegen im Sommer dieses Jahres selbst übernommen, sie sind ja Spezialisten dafür. Den Rohbau - bestehend aus Stahlträgern - realisierte dann eine Firma. Dem folgt dann die Leichtmetallhalle. "Wenn es gut klappt, könnte der Bau im Mai nächsten Jahres fertig sein", blickt Andreas Reck, ebenfalls Geschäftsführer des Heinz Lange Bauunternehmens, in die Zukunft.

Rund vier Millionen Euro steckt das Unternehmen in das Projekt. Darin enthalten sind unter anderem der Kauf des Grundstückes und der Bau der Halle einschließlich der Materialkosten. Die Halle allein kostet etwa eine Million Euro. "Die Finanzierung ist schon eine Herausforderung. Das muss ja alles auch erwirtschaftet werden. Aber jetzt ist finanziell alles gesichert", so Andreas Reck. "Für uns ist es wichtig, dass die Mitarbeiter bestmögliche Arbeitsbedingungen vorfinden, dass der Arbeitsschutz in allen Belangen gewährleistet ist", sagt Janet Lange. Sie denkt dabei auch an die Gewinnung von Arbeitskräften und Azubis und damit an die Zukunft der Firma.

Neues Bürogebäude geplant

Mit der Fertigstellung der neuen Halle werden vorerst zehn Mitarbeiter nach Laußnitz ziehen. Die Kollegen der Verwaltung bleiben in Medingen, bis ein weiteres Projekt der Firma umgesetzt ist. "Wir wollen am neuen Standort auch noch ein Bürogebäude errichten. Einen Zeitplan dafür gibt es aber noch nicht", so Janet Lange. Im kommenden Jahr könnten die Planungen dafür beginnen.

Derzeit sind im Heinz Lange Bauunternehmen über 80 Mitarbeiter, darunter 13 Azubis, beschäftigt, die meisten auf Baustellen in ganz Deutschland. "Wir sind im regionalen und nationalen Markt tätig, vorrangig im Umwelt- und Hochwasserschutz im Auftrag von Landestalsperrenverwaltungen sowie für Stadtentwässerungen beim Bau von Entwässerungsbauwerken und –großkanälen", erklärt Janet Lange. Darüber hinaus stellt die Fima innerstädtische Baugruben mit Spundwänden und Bohrpfählen her. Eine der markantesten Baustellen war zum Beispiel der Rathenauplatz in Dresden, wo trotz fließendem Verkehr die Arbeiten realisiert werden mussten.

Corona-konform hatten sich am Dienstag nur ein paar wenige Mitarbeiter zum Richtfest der neuen Lagerhalle eingefunden. Mit dem Zerschlagen einer Flasche Sekt an einem Stahlträger wurde die Beendigung dieses Bauabschnittes gefeiert. Und es gab, den Temperaturen entsprechend, Bratwurst und Glühwein. Jetzt kann es mit der Fertigstellung der Halle und dem Innenausbau weitergehen.

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